
Wo fahren sie denn ?
1. Lauf Superbike WM Philip Island
Endlich – werden die Motorradsportfreunde sagen. Die Saison der Zweiradartisten hat wieder begonnen. Den Anfang machten im australischen Philip Island die Piloten der Superbike und Supersport Weltmeisterschaft. Bei Temperaturen von 20 Grad erfolgte dann der Start der Superbike in die Saison 2011.Den besten Start erwischte aus Reihe 2 der Vizeweltmeister der Supersportklasse Eugene Laverty. Der Ire übernahm auf seiner Yamaha die Führung vor Polesetter Carlos Checa und Weltmeister Max Biaggi. In Runde 3 übernahm dann aber Checa die Führungsposition und konnte auch schnell eine Lücke zu den Verfolgern auffahren. Hinter ihm bildeten sich zunächst zwei Dreiergruppen. In der ersten Laverty, Biaggi und Haslam gefolgt von Melandri, Corser und Rea. Biaggi setzte sich dann ebenfalls ab. Troy Corser fiel zurück, verbremste sich später noch und beendete das Rennen als Zehnter. Hinter Biaggi kämpften die Yamaha Piloten Melandri und Laverty mit BMW Pilot Haslam um den dritten Podestplatz. Denn auch der von Sturzverletzungen geplagte Jonathan Rea rutschte nach einem Verbremser in die Botanik und verlor sehr viel Zeit auf die Spitze.Zu Mitte des Rennens arbeiteten sich Haga und Fabrizio, die ehemaligen Ducati Werksfahrer an die Verfolger heran. Der Japaner allerdings konnte die Geschwindigkeiten nicht mehr halten und fiel wieder zurück. So kämpften dann vier Fahrer um Platz Drei. Denn Carlos Checa und Max Biaggi waren auf den Plätzen Eins und Zwei nicht in Gefahr. Ein sicherer Sieg des Spaniers vor dem Weltmeister. Ron Haslam konnte dann seine BMW Power auf der Geraden ausspielen und belegte Podestplatz Drei. Ein Windschatten Duell gab es noch auf der Ziellinie zwischen den beiden Yamaha Piloten. Der Ire Laverty hatte das bessere Ende für sich und belegte Platz Vier vor MotoGP Pilot Melandri. Fabrizio steuerte die einzige Suzuki im Feld auf Platz Sechs. Die vor der Saison hochgelobten Kawasakis konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Bester Fahrer in Grün war noch der Brite Sykes der hinter Jakub Smrz Platz Acht belegte. Chris Vermeulen verzichtete wegen seiner langwierigen Verletzung auf den Start , der Spanier Lascorz stürzte im Rennen und die Pedercini Piloten Rolfo, Staring und Atchison belegten die Plätze 11, 15 und 19. Es gab nur zwei Stürze durch Guintoli und Lascorz. Beide blieben unverletzt. Guintoli wurde ins Krankenhaus gebracht und verpasste dadurch Lauf 2.
Schon nach den Trainings stand für Weltmeister Biaggi fest – der Sieg geht nur über Carlos Checa. Auch der 2. Lauf in Australien bestätigte diese Aussage. Biaggi selbst hatte einen verwackelten schlechten Start und fiel auf Platz Sieben zurück. Die Führung übernahm Haslam vor Checa. Aber in Runde Drei übernahm der Spanier, wie schon in Lauf 1 die Führung. In der Verfolgung gab es harte Kämpfe . Auch der zweite BMW Pilot Troy Corser mischte am Anfang munter mit. Doch er versuchte zu viel mit der Brechstange.und fiel zurück. Nach dem Rennen erzählte er, er hätte nicht den nötigen Grip am Hinterrad gehabt. Sieben Fahrer waren zunächst in der unmittelbaren Verfolgung von Checa. Dazu gehörten die beiden Yamaha Piloten Melandri und Laverty, die beiden BMW mit Haslam und Corser, Max Biaggi, Jonathan Rea und der Japaner Haga. Aber auch Laverty verbremste sich, landete im nassen Gras und hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun. Dann setzten sich auch Biaggi und Melandri vom Rest der Verfolger ab. Beide lieferten sich harte Fights. Doch letztendlich hatte Melandri dem Top Speed der Aprilia RSV4 auf der Geraden nichts entgegen zu setzen. So konnte Max Biaggi wieder Platz Zwei einfahren. Aber auch Melandri war glücklich über seinen Podestplatz. Rea konnte auf der Zielgeraden seine Honda noch an Haslam vorbei pressen und belegte Rang Vier. Nach den Stürzen im Vorfeld ebenso beachtenswert wie Platz 6 vom am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankten Leon Camier. Doch überstrahlt wurde natürlich alles vom 38jährigen Carlos Checa mit seinem Doppelsieg. Er ist einziger Fahrer im Althea Racing Ducati Team und fühlt sich dort wie in einer Familie.
Die ersten Drei der Klasse Supersport von 2010 haben die Serie verlassen und fahren in dieser Saison bei den Superbikes und in der Moto 2 . Deshalb ist in diesem Jahr schwer ein Favorit auszumachen. Zur Freude der Fans standen 26 Piloten in der Startaufstellung.Im letzten Jahr waren es nur 17 fest eingeschriebene Fahrer. Gleich in der ersten Runde gab es einen Sturz. Vladimir Ivanov bekannt aus der IDM und der Moto2 legte sich lang, konnte das Rennen aber fortsetzen. Später verpasste auch Gino Rea den Bremspunkt rutschte von der Strecke und musste das Rennen aufgeben. In den ersten Runden gab es viele Führungswechsel. In der Spitzengruppe hielten sich eine ganze Zeit bis zu 7 Fahrer auf. Sechs davon führten teilweise das Feld an. Als erster musste Harms abreissen lassen, dann ereilte Foret das Pech mit einem Plattfuss.Doch auch Roccoli und Chaz Davies ereilte dieses Schicksal. Somit kämpften vier Fahrer um die Podestplätze. Fast gleichzeitig fuhren Scassa, Parkes und der Rookie Lowes über den Zielstrich. Das Zielfoto stellte die Reihenfolge Scassa vor Parkes und Lowes fest. Damit fuhr der von der Superbike WM kommende Italiener für Yamaha den ersten Sieg ein. In der Supersportklasse ebenfalls konkurrenzfähig die Kawasaki.Platz Zwei von Parkes und Vier durch Salom unterstreichen das. Auf alle Fälle wird Pirelli untersuchen müssen, wieso es so viele Reifenschäden gab.
Vorschau auf die MotoGP 2011
Die letzte Saison für die Achtelliter Zweitakter steht bevor. Der spanische Weltmeister Marc Marquez ist in die Moto 2 Klasse abgewandert und mit Sandro Cortese, Jonas Folger, Marcel Schrötter und Daniel Kartheininger sind vier deutsche Piloten am Start. Weitere wie Luca Grünwald und Toni Finsterbusch hoffen auf Wildcardeinsätze. Es wird aber auf alle Fälle einen neuen Weltmeister geben. Denn es ist kein Weltmeister im Feld dabei und nur vier Piloten konnten überhaupt einen GP Sieg einfahren. Der Spanier Hector Faubel ist von der Moto2 wieder in die 125 er zurückgekehrt um diesen Titel einzufahren. Weitere Aspiranten sind Efren Vasquez, Nicolas Terol, Sergio Gadea und auch Sandro Cortese müsste ein Wörtchen mitreden können. Vielleicht überrascht aber auch einer der jungen Wilden. Sandro Cortese kann und muss in diesem Jahr weiter nach vorn. Es ist zu hoffen, dass er im Racing Team Germany die nötigen Voraussetzungen findet. Denn dort wollte man mit 3 Piloten in dieser Saison antreten und nun kann man sich voll auf Sandro als einzigen Starter konzentrieren. Jonas Folger startet im Team des Weltmeisters und hat Podestplätze fest im Blick. Marcel Schrötter wieder mit seiner Startnummer aus der IDM aber zum ersten mal ohne Zweitaktguru Sepp Schlögel. Auch seine Mahindra und das neue Team muss er erst einmal kennenlernen. Sein Freund aus der IDM Daniel Kartheininger konnte bei seinem Wildcard Einsatz am Sachsenring punkten und fährt seine erste volle GP Saison. Er kennt aber viele Strecken aus dem Red Bull Rookie Cup. Auch aus der IDM und seine erste GP Saison fahrend der Schweizer Giulian Pedone.
Haifischbecken Moto 2 auch in dieser Saison. Nicht weniger als 5 Weltmeister treten hier an. Von den fast 40 Piloten haben 17 bereits Rennen gewonnen. Wen also kann man hier als Titelfavoriten bezeichnen ? Der Weltmeister des Vorjahres der kleinen Klasse Marc Marquez legte auch in der Vorbereitung auf dem etwas größerem Moped Bestzeiten hin. Doch hier hat er härtere Konkurrenz und es kommt auch auf die Nerven an. Sein Landsmann Julian Simon war bis kurz vor Saisonende Titelaspirant und könnte es in diesem Jahr ganz nach vorn schaffen. Alex de Angelis zählt auch nach dem nicht ganz optimal verlaufenen letzten Jahr dennoch zu den Favoriten. Viele setzen auch auf den Supersportweltmeister Kenan Sofuoglu. Der Türke hatte in der Vorbereitung den Tod seines Vaters zu verkraften und will ihm sicher den Titel widmen. Was wird der Rückkehrer aus der MotoGP, der Finne Mika Kallio zu bieten haben ? Was wird Andrea Iannone, der in der letzten Saison auf sich aufmerksam machte zu bieten haben ? Wie kommt Stefan Bradl mit dem Wechsel von Suter auf Kalex zurecht ? Siegchancen in einzelnen Rennen haben aber auch weitere Piloten wie Tom Lüthi, Mattia Pasini oder Mike de Meglio. Doch was kann man von Max Neukirchner erwarten ? Er ist der bisher einzige deutsche Pilot der ein Rennen in der Superbike WM gewinnen konnte. Doch hier muss man fragen was ist mit der Maschine die er fährt ? MZ hat sich in der Vorbereitung nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ein nicht ganz fertiges Bike für zwei Fahrer und das Ende Februar. Im März steht das erste Rennen an. Das kann ein Fiasko für Max und MZ werden. Sein Teamkollege Anthony West wird auf Regen hoffen um dort seine Stärken auszuspielen. Auf alle Fälle kann man diese Vorbereitung etwas wohlwollend als „ sehr amateurhaft „ bezeichnen. Verwunderlich aber auch, dass ein Fahrer wie der Pole Wargala nun Moto2 fährt. Denn in der IDM Superbike konnte er im Team Yamaha neben Jörg Teuchert und Nina Prinz keinen Blumentopf gewinnen. Wenn also ein Fahrer der in der IDM im hinteren Mittelfeld fährt jetzt einen Platz in der Moto2 bekommt, kann dies nicht am fahrerischen Können liegen.
In der Königsklasse der MotoGP besteht das Problem des kleinen Starterfeldes weiter. Die große Spannung resultiert eher aus dem Markenwechsel der Piloten. Valentino Rossi fährt erstmals die heimische Ducati und Casey Stoner wechselte von Ducati zu Honda. Weltmeister Jorge Lorenzo bekommt mit Superbike Weltmeister Ben Spies einen Teamkollegen, der sich nicht unbedingt hinten anstellen will. Valentino Rossi allerdings möchte an der Ducati fast alles ändern lassen. Seine Aussage – das Bike muss fahrbarer werden. Ducati hat sich werksseitig aus der Superbike WM zurück gezogen und alles auf die Karte Vale gesetzt. Wenn dieser Trumpf nicht sticht, kann es ein Bumerang für die Roten werden. Denn die Aussage von vielen in den letzten Jahren war – nur Stoner kommt mit diesem Bike zurecht. Während also Rossi in der Vorbereitung mit der Ducati zu kämpfen hat, kommt Stoner mit der Honda glänzend klar. Aber besonders stark zeigte sich Simoncelli auf der Kunden Honda. Wenn er so weiter macht sind Podestplätze kein Wunschkonzert mehr. Doch für viele Piloten bleibt das Podest wohl eher Traum. Die Neulinge Abraham und Crutchlow, die alten Hasen Edwards und Capirossi und auch Piloten wie Aoyama, Barbera, De Puniet, Bautista und Elias werden es schwer haben Podestplätze einzufahren. Für viele Geschichten kann die Fahrerpaarung im Honda Werksteam sorgen. Denn Dani Pedrosa, Andrea Dovizioso und Casey Stoner kämpfen zuerst einmal um die Nummer 1 im Team. Wer aber kann den Titel 2011 gewinnen ? Natürlich der Titelträger Jorge Lorenzo. Aber auch Ben Spies hat durchaus die Möglichkeiten Weltmeister zu werden. Casey Stoner kommt wunderbar mit der Honda zurecht und muss wahrscheinlich viel weniger Risiko gehen wie in den vergangenen Jahren auf der Duc. Valentino Rossi muss man immer nennen wenn es um den Titel geht. Doch wie schnell kann man die Ducati seinen Wünschen anpassen ? Dani Pedrosa muss sich erst einmal anstrengen um seinen neuen Teamkollegen zu schlagen und bei ihm kommt es erst einmal auf die Nerven an.Ihm traue ich deshalb den Titel nicht ganz zu.Also bleiben Stoner, Lorenzo, Rossi und Spies.
Vorschau auf die Superbike WM 2011
Schon in diesem Monat beginnt die neue Saison für die Klassen Superbike und Supersport. Ende Februar werden die Piloten in Australien die Jagd auf den Titel beginnen. In der Klasse Supersport hat sich das Fahrerfeld wieder vergrößert. Doch in der Klasse Superbike gibt es leider keinen Zuwachs. Dafür hat man etwas mehr für den Nachwuchs getan. Bei den Rennen in Europa geht erstmals der European Junior Cup für Fahrer von 14 – 17 Jahre an den Start. In den 6 Rennen wird mit einer Viertakt Kawasaki Ninja 250 R gefahren. Für viele die Vorbereitung auf die Moto3 die 2012 kommen soll.
Wie in jedem Jahr gab es in der Klasse Superbike viele Wechsel. Cal Crutchlow ist in die MotoGP abgewandert und auch der einzige deutsche Starter Max Neukirchner fährt in diesem Jahr in der Moto2. Es gab den Werksausstieg von Ducati dafür aber hat Kawasaki aufgerüstet Marco Melandri Ist von der MotoGP in die Superbike umgestiegen. Somit wird die Klasse Superbike immer mehr zu einer italienischen Klasse, denn von den 20 Piloten kommen 5 aus diesem Land. Wer aber hat in diesem Jahr das Potential zum Titel ? Hat Weltmeister Max Biaggi noch den Hunger um die 110 Prozent in jedem Rennen zu bringen ? Viele sehen den Engländer Jonathan Rea als Favoriten. Carlos Checa war 2010 bester Ducati Fahrer und rechnet sich dank seiner Erfahrung auch in dieser Saison gute Chancen aus. BMW hat aufgerüstet und bringt vier Fahrer an den Start. Neben dem alten Haudegen Troy Corser ist jetzt auch James Toseland im Werkteam. Größter Hoffnungsträger dürfte allerdings der Vizeweltmeister von 2010 Leon Haslam sein. Ebenfalls zum Team gehört der Seriensieger der Superstock 1000 Ayrton Badovini. Kawasaki hat viel getan um ein völlig neues Bike auf die Räder zu stellen, doch wie sieht es mit den Fahrern aus ? Chris Vermeulen hat immer noch mit seinen Verletzungen zu kämpfen und wird auch zu Saisonbeginn noch nicht fit sein. Roberto Rolfo ist vielleicht für den ein oder anderen Achtungserfolg gut aber kein Wunder an Beständigkeit. Tom Sykes war zu Ende der vergangenen Saison bester Kawasaki Pilot und hat vielleicht die größten Chancen aud Podestplätze. Aufsteiger aus der Supersportklasse ist der Spanier Joan Lascorz der aber in der Superbike erst einmal Fuss fassen muss. Pedercini Kawasaki verpflichtete noch kurzfristig den Australier Mark Aitchison. Bei Ducati gibt es zwar kein Werkteam mehr, aber die Privaten rechnen sich ebenfalls Chancen aus. Vor allem auf Jakub Smrz wird man achten müssen. Yamaha hat sich neu geordnet. Mit Marco Melandri aus der MotoGP und Eugene Laverty aus der Supersport WM kommend startet man mit zwei „ Neuen „. Michel Fabrizio fährt die einzige Suzuki im Feld.
Völlig neu gemischt werden die Karten in der Supersport WM. Endlich ein volles Fahrerfeld, auch durch viele osteuropäische Piloten. Vielleicht gibt es auch bald eine WM Strecke in der Ukraine. Es gibt eine Handvoll Favoriten - Fabien Foret, David Salom, Broc Parkes, Chaz Davies und Gino Rea sind da wohl zu nennen. Leider gibt es wieder keinen Deutschen im Fahrerfeld. Obwohl es einige in der IDM gibt, die auf jeden Fall für Achtungserfolge gut wären. Negativ auch das auftreten von Triumph. Noch vor einigen Wochen spuckte man große Töne und sprach von Podestplätzen und Titelambitionen. Jetzt der völlige Rückzug aus WM und auch IDM. Kein gutes Zeichen für den bekannten Hersteller. Verwunderlich auch, dass nicht eine Suzuki am Start ist.Nach der Halbierung in MotoGP und SBK würde ein Auftritt in der SSP dem Werk gut zu Gesicht stehen. In den englischen Wettbüros werden die Buchmacher wohl viele Tips annehmen wie es mit dem zweiten WM Lauf in Donington im März aussehen wird. Denn selbst die wettererprobten Briten starten ihre Meisterschaft erst Ende April. So könnte es sein das dieser Lauf ins Wasser oder vielleicht sogar in den Schnee fällt. Mut oder Wahnsinn durch den Ausrichter ? Man darf gespannt sein.
Saisonrückblick MotoGP 2010
Das vorletzte Jahr der Achtelliterklasse, das erste Jahr der Moto 2 und wieder viel zu wenig Fahrer in der MotoGP. Die wirklichen Highlights der Saison gab es in der Moto 2, aber auch das größte Unglück. Beim Großen Preis von San Marino verunglückte der erste Moto 2 Sieger Shoya Tomizawa aus Japan tödlich. Der 19jährige stürzte beim Rennen und wurde von einem nachfolgendem Motorrad im Genick getroffen.
Drei deutsche Piloten in der Klasse 125 cc. Mit Sandro Cortese, Jonas Folger und Marcel Schrötter waren es drei deutsche Piloten die fest für die Saison 2010 eingeschrieben waren. Aber den Weltmeistertitel machten drei Spanier unter sich aus. Der jüngste Marc Marquez konnte 10 der 17 Rennen als Sieger beenden und wurde schließlich mit 14 Punkten Vorsprung Weltmeister. Für Nicolas Terol blieben drei Siege und Platz zwei auf dem Podest. Auch Pol Espargaro gewann drei Rennen und beendete die Saison mit einem dritten Gesamtrang. Der Vizeweltmeister des Vorjahres Bradley Smith gewann zwar das letzte Saisonrennen, aber er hatte sich natürlich etwas mehr vorgenommen als einen vierten Platz im Gesamtklassement. Da der Weltmeister von 2009 in die Moto 2 aufgestiegen war verständlich. Aber auch unser deutscher Pilot Sandro Cortese blieb unter den Erwartungen seines Teams. Denn er hatte im Team des Weltmeisters die gleichen Voraussetzungen, konnte aber durch viele vermasselte Starts seine guten Trainingsergebnisse im Rennen nicht bestätigen. Ein Zweiter und ein Dritter Platz reichten zu Saisonende nur für Platz 7. Bei Jonas Folger streikte oft die Technik. Sein Team hatte sich mit 5 Piloten eindeutig übernommen. So blieb Platz 14 und die Erkenntnis sich für die nächste Saison ein besseres Team zu suchen. Marcel Schrötter wirkte irgendwie gehemmt. Er konnte nicht an seine guten Wildcard Platzierungen des Vorjahres anknüpfen. Er fuhr auch die einzige Honda im Feld, betreut von Mechaniker Guru Sepp Schlögel, der mit dieser Saison seine Karriere als Schrauber beenden will. Wieder WM Punkte für das Team Freudenberg. Daniel Kartheininger konnte mit einer Wildcard am Sachsenring einen 10. Platz einfahren.
Der Lichtblick war in dieser Saison die neu geschaffene Moto 2 Klasse. Ein riesiges Fahrerfeld mit oft über 40 Piloten stand am Start. Da das Feld sehr ausgeglichen war, verwundert es nicht, dass es in den 17 Rennen acht Sieger gab. Roberto Rolfo, Shoya Tomizawa, Yuki Takahashi, Alex de Angelis, Karel Abraham, Jules Cluzel und auch Stefan Bradl konnten je einen Sieg verbuchen. Andrea Iannone gewann drei Rennen und mit sieben Siegen wurde Toni Elias Weltmeister. Auch der zweite Platz der Meisterschaft ging an einen Spanier. Der Achtelliter Weltmeister von 2009 Julian Simon konnte zwar keinen Sieg einfahren, sammelte aber fleissig Punkte und kam mit zwei Punkten Vorsprung vor Iannone ins Ziel. Drei deutsche Teams gab es in dieser Klasse. Das Viessmann Kiefer Racing Team mit Stefan Bradl auf Suter, ebenfalls auf Suter Arne Tode im racing Team Germany und die Mannschaft von MZ die den Australier Anthony West auf die wohl viel zu schwere MZ setzte, West fuhr 26 Punkte ein und konnte besonders bei nassen Streckenverhältnissen auf sich aufmerksam machen. Doch die gab es fast nur im Training. Stefan Bradl stellte sein Bike gleich nach dem ersten Training in Startreihe 1 stürzte dann aber im Rennen auch gleich in der ersten Kurve, Er wurde aber zu Saisonende immer stärker und gewann in Portugal. Ein Bild in negativer Sicht lieferte das Team Germany ab. Denn es feuerte seinen Piloten Arne Tode mitte der Saison wegen Erfolglosigkeit. Er hatte beim Heimrennen auf dem Sachsenring im Training die zweitbeste Zeit eingefahren war aber im Rennen gestürzt. Dies passierte an vierter Stelle liegend auch beim Rennen in Brno. Er fuhr zwei Punkte ein und war bei Hersteller Suter auch bei der Weiterentwicklung ein gern gesehener Testfahrer. Das Team Germany bewies mit dieser Entscheidung, dass es bei Ihnen nur um Geld und nicht um Leistung geht. Denn weder der Japaner Watanabe noch der Spanier Morales konnten auch nur einen einzigen Punkt einfahren, was aber 40 anderen Piloten gelang. Durch diese Politik erhielt das Team für 2011 keinen Startplatz in der Moto 2. Auf Teammanager Heidolf wartet 2011 ausserdem ein Prozess wegen versuchtem Versicherungsbetrug.
Keine Besserung in der MotoGP was die Größe des Starterfeldes betrifft. Nur 17 eingeschriebene Fahrer, durch Verletzungen oft weniger. Jeder der sein Bike über die Ziellinie bekam hat Punkte sicher. Ist dies noch eine Weltmeisterschaft ? Nach dem Ausstieg von Kawasaki waren es in diesem Jahr Suzuki und Pramac Ducati die dem Feld hinterher fuhren. Man kann sagen es war eine 3 Klassen Gesellschaft. Durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Rossi und Pedrosa konnte Jorge Lorenzo mit seinen 9 Siegen die Meisterschaft schon früh in Richtung Titel entscheiden. Das Dani Pedrosa und Valentino Rossi dennoch die Plätze 2 und 3 erreichten spricht nicht gerade für ein ausgeglichenes Fahrerfeld. Vier Saisonsiege für Pedrosa zwei für Rossi und drei für Stoner aber auch viele Ausfälle aber immer Punkte für Lorenzo – dies ist das Fazit 2010. Jorge Lorenzo ist in dieser Saison allerdings auch sehr überlegt gefahren und ging kein übertriebenes Risiko ein. Das wohl beste Jahr für Andrea Dovizioso in der Königsklasse. Er fuhr insgesamt sieben Podestplätze ein und belegte Platz 5 in der Endabrechnung. Superbike Weltmeister Ben Spies machte bei einigen Rennen auf sich aufmerksam. Wenn man bedenkt das viele Strecken für ihn Neuland waren, kann man auch mit den zwei Podiums zufrieden sein. Was er wirklich drauf hat, will er 2011 an der Seite von Lorenzo beweisen. Auch Marco Simoncelli konnte als Rookie auf sich aufmerksam machen. Ständig am Ende des Fahrerfeldes Mika Kallio, Loris Capirossi, Hiroshi Aoyama und Alex Espagaro, Wenn man diese Königsklasse nicht zur Farce werden lassen will, sollte man die Teams verpflichten, für verletzte Fahrer sofort einen Ersatzmann zu verpflichten.
Saisonrückblick WSBK
Die Finanzkrise macht auch vor dem Motorradrennsport nicht halt. Dies war auch in der World of Superbike zu sehen. Denn die Größe der Fahrerfelder in den Superstock Klassen und auch in der Supersport Weltmeisterschaft ließ doch sehr zu wünschen übrig. Aber auch in der Superbike WM verabschiedete sich das Reitwagen Team mit Andrew Pitt und Roland Resch aus finanziellen Gründen schon zu Beginn der Meisterschaft. Leider gab es in den Klassen Supersport und Superstock 600 keine fest eingeschriebenen deutschen Starter.
In der Klasse Superstock 600 wurde es eine französisch – italienische Angelegenheit. Doch dann stand ein Rennen vor Ultimo mit dem Franzosen Jeremy Guarnoni der Sieger fest. Er gewann fünf der zehn Rennen und hatte am Ende 28 Punkte Vorsprung vor seinem Landsmann Floran Marino der sich auch mit seinen drei Siegen die Vizemeisterschaft sicherte. Auf Platz 3, 4 und 5 folgten dann die Italiener Lombardi, D`Annunzio und Fanelli . Allerdings konnten diese drei keine Siege einfahren. Zwei Siege gingen an Wildcard Piloten. Einer an den Briten Luke Mossey der den Lauf in Silverstone gewinnen konnte und einer an den in der IDM Superbike startenden Australier Jed Metcher, der den letzten Lauf in Magny Cours gewinnen konnte. Beim Heimrennen auf dem Nürburgring konnten auch zwei deutsche Wildcard Piloten auf sich aufmerksam machen. Marc Moser stellte sein Bike nach dem Training auf Startplatz 1 und wurde im Rennen Fünfter. Jan Bühn war in der Saison bei der DMV Rundstrecken Championship gestartet, dort Meister geworden und krönte seine Saison mit Platz 10 in diesem Rennen auf dem Nürburgring.
In der Klasse Superstock 1000 gab es einen herausragenden Fahrer. Der Italiener Ayrton Badovini konnte auf der BMW die ersten neun der zehn Rennen gewinnen und wurde nur im letzten Rennen vom Franzosen Maxime Berger geschlagen. Berger wurde mit 98 Punkten Rückstand Vizemeister. Aber auch er hatte sehr viel Vorsprung vor dem Dritten, dem Italiener Michele Magnoni. Dieser allerdings war punktgleich mit seinem Landsmann Andrea Antonelli. Nur die besseren Platzierungen gaben den Ausschlag für die Podestplatzierung am Saisonende. Mit Domenic Lammert aus Deutschland und Rene Mähr aus Österreich waren auch zwei bekannte Piloten aus der IDM im permanenten Starterfeld eingeschrieben. Lammert konnte allerdings nur in vier Rennen punkten und kam über einen 18. Platz in der Gesamtwertung nicht hinaus. Etwas besser kam Rene Mähr zurecht und stand am Ende der Saison auf einem guten 11. Gesamtrang.
In der Supersport Weltmeisterschaft konnte der diesjährige Weltmeister Kenan Sofuoglu in jedem Rennen auf das Podest fahren. Dennoch wurde die Weltmeisterschaft erst im letzten Rennen entschieden. Der Ire Eugene Laverty verlor diese Meisterschaft als er beim Lauf in Brno in Führung liegend mit technischem Defekt ausschied. Mit 11 Punkten Rückstand musste er dem türkischen Weltmeister von 2008 am Saisonende den Vortritt lassen. Auch der Spanier Joan Lascorz mischte lange im Meisterschaftkampf mit. Er konnte allerdings wegen eines Unfalls die letzten vier Rennen der Saison nicht mehr fahren. Aber zu Platz 3 in der Endabrechnung reichte es noch. Auch weil der junge Brite Chaz Davies von der Rennleitung am Nürburgring wegen eines technischen Regelverstosses disqualifiziert worden war. Er war dort auf einen zweiten Platz gefahren und verlor durch die Disqualifikation 20 Punkte. Leider gab es keine deutschen Fahrer im Feld. An die Zeiten wo Jörg Teuchert Weltmeister dieser Klasse wurde, kann man sich kaum noch erinnern.
Sieben Fahrer konnten sich in die Siegerliste der Superbike WM 2010 eintragen. Je oller desto toller kann man bei dieser Saison auch sagen. Weltmeister wurde der 39jährige Italiener Max Biaggi, der seine Aprilia zehn mal als Erster über den Zielstrich fahren konnte. Wie in jedem Jahr liefen die Suzukis am Anfang der Saison sehr gut. Davon profitierte auch Vizeweltmeister Leon Haslam. Der Brite gewann drei Saisonrennen musste aber ab Mitte der Saison hart kämpfen. Denn Suzuki blieb wie immer auf dem technischen Stand stehen, während die Konkurrenz aufholte. Nur ein Jahr jünger als der Weltmeister, aber auch noch siegfähig der Spanier Carlos Checa. Er fuhr mit seiner privaten Ducati drei Siege ein und hatte auch bei beiden USA Rennen große Siegchancen. Doch beide male streikte die Technik.und er musste in Führung liegend die Segel streichen. Dennoch verwies er die beiden Werk Ducati auf die Plätze hinter sich. Honda Pilot Jonathan Rea fuhr vier Siege ein, konnte aber bei einigen Strecken überhaupt nicht punkten. Doch er kam auf alle Fälle besser mit der Maschine klar als Teamkollege Max Neukirchner. Im Vorjahr noch Weltmeister musste Yamaha in diesem Jahr kleinere Brötchen backen. Cal Crutchlow konnte am Ende der Saison wenigstens noch drei Siege einfahren während MotoGP Pilot James Toseland hinter den Erwartungen zurück blieb.Doch weitaus schlechter erwischte es den anderen MotoGP Piloten Chris Vermeulen. Verletzungen und eine nicht konkurrenzfähige Kawasaki brachten gerade einmal 10 Punkte aufs Konto. Die restlichen drei Siege gingen an die Werks Ducati Piloten Haga und Fabrizio. Zwei für Haga und einer für Fabrizio. Unser deutscher WM Pilot Max Neukirchner hatte nach seinen schweren Sturzverletzungen die Hoffnung wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können. Doch er konnte sich während der gesamten Saison nicht mit der Performance der TenKate Honda anfreunden. Auch andere Fahrer hatten in den Vorjahren mit dem Bike Schwierigkeiten. So blieb ein 9. Platz das beste Einzelergebnis 2010.
Rückblick auf die IDM Saison 2010
Die IDM hat sich in den letzten Jahren nach MotoGP und Superbike WM zur dritten Kraft in der Welt entwickelt. Piloten aus allen Erdteilen und volle Fahrerfelder sind das Highlight dieser Rennsportserie.Das Schleizer Dreieck feierte mit über 40 000 Zuschauern einen Rekord und auch im Westen Deutschlands in Hockenheim werden es von Jahr zu Jahr mehr Fans an der Strecke. 2010 waren drei Weltmeister am Start und auch bei Wildcard Einsätzen in der WM machten die IDM Piloten eine gute Figur. Damien Cudlin setzte sich in der Moto2 auf dem Sachsenring erstmals auf eine solche Maschine und belegte auf Anhieb Platz 7. Marc Moser in der IDM nur im hinteren Mittelfeld konnte sich bei der Superbike WM auf dem Nürburgring als Trainingsschnellster auf Startplatz 1 in der Klasse Superstock 600 stellen. Das Sidecar Team Hock / Becker startete parralel zur IDM auch in der Weltmeisterschaft un konnte dort einen Sieg und zwei weitere Podestplätze einfahren. Mit acht Rennen am Wochenende freiem Eintritt am Trainingsfreitag und freiem Zugang zum Fahrerlager lohnen sich die Besuche der IDM Veranstaltungen auf jeden Fall.
In der Nachwuchsklasse dem ADAC Junior Cup gab es wie immer viele neue Gesichter. Unter anderem auch die zwölfjährigen russischen Zwillinge Nina und Nastassja Russo. Mit ihnen hatten sich vier weitere Mädchen für diese Klasse eingeschrieben. Leider konnte nur Sophie Brückner aus Chemnitz Punkte einfahren. Regenspezialist Max Fritzsch aus Sachsen konnte zwar zwei Siege einfahren hatte aber wie das gesamte Feld keine Chance gegen Lukas Wimmer aus Österreich der fünf der acht Rennen gewinnen konnte. Einen Sieg konnte Maximilian Eckner aus Dresden einfahren. Doch in der Endabrechnung konnte Wimmer mit über 40 Punkten Vorsprung überlegen Meister werden. Vizemeister wurde Manou Antweiler, der zwar kein Rennen gewinnen konnte, aber in allen Rennen Punkte einfuhr.Maximilian Eckner wurde sicherer Dritter der Meisterschaft.

Unter 1,50 erst 12 Jahre alt und schon Rennfahrer - die Russo Zwillinge
Mit gleichen Voraussetzungen gingen auch 50 Piloten im Yamaha R6 Dunlop Cup an den Start. In dieser Saison gab es ein Novum. Zum ersten mal in der 30 jährigen Geschichte dieser Serie gewann ein Mädchen ein Rennen. Gleich das erste der Saison am Eurospeedway Lausitz. Lucy Glöckner gewann aber nicht nur dieses Rennen sondern konnte im Lauf der Saison auch noch drei weiter Podestplätze einfahren und auch am Ende der Saison als Dritte auf das Treppchen steigen. Doch der überragende Fahrer dieser Klasse kommt aus Bayern und heißt Markus Reiterberger. Seine schlechteste Platzierung war ein 5. Platz. Bei den restlichen 7 Rennen stand er immer auf dem Podest. Davon dreimal ganz oben. Zwei Siege gingen an Luca Hansen der auch in der Abschlusstabelle den zweiten Platz belegte. Ben Gädke und Patrick Vincon verbuchten jeweils einen Sieg.

Die schnelle Lucy
Ein riesiges Starterfeld zu Beginn der Saison auch in der Klasse 125 cc , doch dann lichtete sich dieses Feld durch einige schwere Stürze. Nach seinem Sieg am Sachsenring musste der mit 13 Jahren jümgste Sieger der IDM Geschichte Luca Amato nach einem schweren Sturz am Salzburgring die Saison vorfristig beenden. Noch schwerer erwischte es Diana Spalteholz am Nürburgring. Beckenbruch und wahrscheinliches Ende Ihrer Motorsportkarriere. Auch Katrin „ Hexe „ Meyer beendete ihre Saison nach zwei schweren Stürzen in Oschersleben vorzeitig. Auch der Meisterschafts Führende, der Südafrikaner Matthew Roy Scholtz, musste nach einem Sturz im Red Bull Rookie Cup seine Meisterschaftsträume begraben. So kam es zu einem Zweikampf zwischen den Teamkollegen Luca Grünwald und Toni Finsterbusch. Doch schon am Schleizer Dreieck konnte Grunwald den Meistertitel feiern. Er gewann 6 der 12 Rennen. Toni Finsterbusch gelangen ebenso zwei Siege wie Scholtz. Luca Amato und Marvin Fritz waren die weiteren Sieger dieser Klasse. Der neue Meister pilotierte eine Seel. Der Zweite der Meisterschaft Toni Finsterbusch fuhr ebenso KTM wie der Dritte der Schweizer Damian Raemy und sein noch sehr junger Teamkollege Philipp Öttl der Vierter wurde.

Luca Amato jümgster Sieger der IDM Geschichte
Sehr hart umkämpft auch die Klasse Supersport. Hier muss man schon im Training hart kämpfen um überhaupt unter den 44 zugelassenen Startern für das Rennen zu sein. Zu sehen auch daran, dass 36 Piloten in den 12 Rennen Punkte einfahren konnten. Die Meisterschaft wurde erst im letzten Rennen entschieden. Auch dadurch, dass die Rennleitung zu Recht im 11. Rennen Ranseder disqualifizierte, weil er Cudlin in der letzten Runde von der Strecke drängte. Der Australier Damien Cudlin gewann die Meisterschaft mit 4 Punkten Vorsprung. Er feierte drei Siege und stand weitere sechs mal auf dem Podest. Der aus der WM gekommene Österreicher Michi Ranseder stand acht mal auf dem Podest und davon sechs mal als Sieger. Das auch Platz 3 an einen Österreicher ging, dafür sorgte der am Anfang der Saison sehr starke Günter Knobloch. Er siegte ein mal und fuhr weitere 6 Podestplätze ein. Bester deutscher Pilot wurde Kevin Wahr, der nach seinem Sieg in Oschersleben in das Holzhauer Team wechselte. In diesem finanzkräftigem Team löste er den erfolglosen Meik Minnerop ab der nur einen Punkt einfahren konnte. Wahr sorgte für vier Podestplätze. Der aus der Supersport Weltmeisterschaft zurückgekehrte Jesco Günther hatte sich den Einstieg in die IDM sicherlich auch leichter vorgestellt. Kein Sieg und nur zwei mal auf dem Podest, dies führte ihm die Klasse in dieser Rennsportserie vor Augen. Am Ende der Saison kam auch der Schweizer Daniel Sutter immer besser in Fahrt. Dies bewiesen seine zwei Fahrten auf das Podest. Bei seinem Heimrennen in Assen konnte Raymond Schouten sogar einen Sieg feiern.

Damian Cudlin Meister IDM Supersport
In der Königsklasse der IDM der Klasse Superbike siegte nach Weltmeister Teuchert 2009 in diesem Jahr der australische Supersport Weltmeister Karl Muggeridge. Alle seine fünf Laufsiege holte er in der ersten Saisonhälfte. Damit feierte das Team Holzhauer mit einem Jahr Pause wieder dem Meistertitel mit Honda. Der Belgier Werner Daemen belegte auf BMW den zweiten Platz der Meisterschaft. Die zwei Siege auf der Highspeedstrecke Salzburgring brachten die Power des Bikes voll zur Geltung. Auf Platz Drei und Vier landeten die KTM Fahrer Martin Bauer aus Österreich und Stefan Nebel aus Österreich. Bauer konnte drei und Nebel einen Sieg einfahren. Damit sicherte sich KTM mit einem Punkt Vorsprung den Markentitel vor BMW. Der holländische BMW Pilot Barry Veneman konnte zwar bei seinem Heimrennen in Assen zwei mal die volle Punktzahl einstreichen, gewann aber nur ein Rennen. Im anderen siegte ein deutscher Gaststarter. Max Neukirchner unterwegs in der Superbike WM riskierte einen kurzen Abstecher in die IDM und gewann. Der Berliner Dario Giuseppetti war einziger Ducati Fahrer im Feld und drehte erst ab Mitte der Saison richtig auf. In Schleiz war er nicht zu schlagen und gewann dort beide Rennen. Vorjahresmeister Jörg Teuchert konnte seine Yamaha in dieser Saison zu selten nach vorn fahren. Nur ein Sieg und Platz Sieben in der Meisterschaft dürften bei dem erfolgsverwöhnten Bayern nicht für Zufriedenheit sorgen. Noch schlimmer ging es aber Superbike WM Pilot Roland Resch aus Österreich. Als er im Training nicht unter die besten 20 kam verließ er heimlich sein Team und wurde nicht wieder gesehen. Ja so schwer kann es in der IDM sein. Hier fahren keine Nasenbohrer.

Ex Weltmeister Muggeridge IDM Champion 2010
Bei den Sidecars gab es einige terminliche Schwierigkeiten. Einige der IDM Teams starteten parrallel zur IDM auch in der Weltmeisterschaft . So stellte sich dann die Frage, starte ich beim IDM oder WM Lauf. Leider gab es auch hier wieder einige schwere Unfälle. Enrico Becker verletzte sich schon im zweiten Rennen so schwer, dass Kurt Hock sich für viele Rennen einen neuen Schmiermaxen suchen musste.Dennoch durfte er sich über den Vizemeister freuen. Seinen Laufsieg hatte er gleich im ersten Rennen eingefahren.Aber er gewann mit Aushilfs Beifahrer Michael Hildebrand auch den WM Lauf auf dem Sachsenring und wurde im WM Klassement Vierter der Gesamtwertung. In der IDM gab es allerdings an der Paarung Schlosser / Hofer aus der Schweiz kein vorbeikommen. Sie gewannen sechs der acht Rennen. In der IDM nur Dritter, aber Weltmeister 2010 wurden Päivärintta aus Finnland und Sidecar Urgestein der 56jährige Adolf Hänni aus der Schweiz. Leider verletzte sich der langjährige Schmiermaxevom Team Eilers so schwer, dass er querschnittsgelämt bleiben wird. Auch wir wünschen Achim Freund alles Gute und veröffentlichen seine Kontodaten für Spenden.
Achim Freund Sparkasse Aurich – Norden BLZ 28350000 Kt. 145037404

Der Name Racing Team Germany ist nicht Programm
Deutsche Rennfahrer können nur staunen, wie viele Spanier, Italiener und Briten in der Superbike WM oder dem Motorrad Grand Prix unterwegs sind. Doch dort fließen auch Sponsorengelder da die Medien umfassend über den Motorradrennsport berichten. In Deutschland ist es nur die Fachpresse und bei den TV Anstalten kommt Motorradrennsport erst nach vielen, vielen anderen Sportarten. Der Sachsenring Grand Prix ist die größte deutsche Sportveranstaltung, dass bedeutet es gibt viele Fans. Doch leider scheint dies die Medien nicht zu kümmern. Keine Berichterstattung – keine Sponsoren. Es gibt keine deutschen Piloten die reich werden aber viele die alles für ihren Sport opfern. Die Aussage von Dirk Heidolf mit der Gründung des Team Germany junge deutsche Rennfahrer zu fördern ist nach dem Rausschmiss von Arne Tode wirklich adabsurdum geführt worden. Mit diesem Schritt hat man dem deutschen Motorradrennsport einen Bärendienst erwiesen. Für das Team Germany zählte Leistung in der Vergangenheit überhaupt nicht. Man wollte nur Geld verdienen. In der vergangenen Saison wurde mit Jasper Iwema ( Holland ) und Bastian Chesaux ( Schweiz ) gefahren. Beide ohne jegliche Chancen für vordere Plätze. Jasper Iwema war 5. und Chesaux 10. in der IDM geworden. Marcel Schrötter Deutscher Meister. Racing Team Germany 2009 ohne deutschen Fahrer. in der WM .Marcel Schrötter bekam die Sponsoren für 2009 nicht zusammen. In diesem Jahr bleiben nach dem Rausschmiss von Tode zwei Japaner und ein Tscheche. Gesponsert wird das Team Germany aber von deutschen Sponsoren. Diese müsste man fragen, was sie überhaupt unterstützen. Das Ego von Dirk Heidolf oder den deutschen Motorradrennsport. Denn die Gründe der Entlassung von Arne Tode klingen an den Haaren herbeigezogen. Bei diesem Umgang mit seinem Personal, kann man die deutschen Piloten nur vor diesem Team warnen. Der Name Team Germany ist Etikettenschwindel.
motorradrennsport.com
SBK am Nürburgring
So etwas habe ich noch nie erlebt. Die Eifelregion, bekannt für ihre Wetterkapriolen, präsentierte sich in den 4 Tagen der Superbike Weltmeisterschaft in bestem Sonnenschein. Gute Voraussetzung für packenden Rennsport der Zweiradpiloten. Leider hatten nur in der Klasse Superstock 600 deutsche Fahrer die Möglichkeit einer Wildcard wahrgenommen. Hier konnte man aber auch bemerken wieviel Engagement dazu gehört und wie nahe Glück und Pech in diesem Sport zusammen hängen. Der Schleizer Wildcard Pilot Daniel Puffe kam im ersten Training gerade einmal auf 3 Runden. Dann gab der Motor seiner Yamaha den Geist auf. Er telefonierte mit der Heimat, wo sich einer mit einem Ersatzmotor auf den Weg machte. Daniel fuhr ihm entgegen. Dadurch verpasste er allerdings die erste Quali. Doch zum zweiten Quali am Renntag war der neue Motor eingebaut. Leider reichte es nur für die letzte Startreihe. Ganz im Gegensatz dazu das Ergebnis seines IDM Kollegen Marc Moser. In der IDM mit 3 Punkten auf Platz 28 liegend stellte er seine Triumph hier auf Startplatz 1. Ebenfalls bemerkenswert Jan Bühn, der seine Saison in der DMV Rundstrecken Championship bestritt. Am Samstag Abend dann das Rennen der Klasse Superstock 600. Superstart und Führung nach Runde 1 für den Briten Joshua Elliott. Doch der hatte am Start zu früh gezuckt und musste eine Boxendurchfahrtsstrafe antreten. Der Trainingsbeste Marc Moser hatte einen absolut desaströsen Start hingelegt und musste sich von Rang 11 weiter nach vorn kämpfen. Leider reichten die 9 Runden nur noch bis Platz 5. Sein holländischer Kollege aus der IDM Supersport Tony Covena machte es besser und kämpfte mit den beiden Franzosen Lanusse und dem Meisterschaftsführenden Guarnoni um den Sieg. Guarnoni festigte mit seinem Sieg die Führung. Covena kam vor Lanusse auf Platz 2. Jan Bühn kam auf einen für ihn guten 10. Platz.
In der Klasse Superstock 1000 gab es in dieser Saison einen Fahrer, der alle Rennen gewinnen konnte. Deshalb war man gespannt ob er seine Siegserie auch am Nürburgring fortsetzen kann. Doch Ayrton Badovini steuerte seine BMW nicht nur im Training sondern auch im Rennen wieder auf Platz 1 und behält somit seine weiße Weste. Der Italiener stand schon vor diesem Rennen als Meister fest und man darf gespannt sein, in welcher Meisterschaft er in der nächsten Saison fahren wird. Platz 2 war ebenfalls keine Überraschung, denn der Franzose Maxime Berger durfte bereits fünf mal diesen Podestplatz besteigen. Der Italiener Andrea Antonelli unterstrich mit Platz 3 seine Formsteigerung der letzten Rennen. Rene Mähr aus Österreich belegte Rang 9 und der einzige deutsche Starter Domenic Lammert einen für ihn guten 11. Platz.

Gewann alle Rennen der Saison Ayrton Badovini Italien auf BMW

So freut sich einer wenn er denkt, dass er gerade sein bestes Saisonresultat eingefahren hat. Doch Gino Rea hatte in der Supersport Weltmeisterschaft zwar als Zweiter die Ziellinie überquert, wurde aber später wegen eines technischen Verstosses an seinem Bike disqualifiziert. Dies ärgerte nicht nur ihn sondern auch den Sieger Eugene Laverty. Denn der kämpft mit Kenan Sofuoglu um den Titel und hat nach diesem Rennen nicht nur 8 sondern 12 Punkte Rückstand zum Türken. Bei noch zwei ausstehenden Rennen heißt das, er kann nicht aus eigener Kraft Weltmeister werden. Wenn Sofuoglu hinter ihm Zweiter wird ist der erneut Weltmeister. Das Rennen an der Spitze blieb leider ohne Positionswechsel . Laverty 1. , Rea 2., Sofuoglu 3. so sahen es die Zuschauer von Runde 1 bis zur letzten Runde. Durch die Disqualifikation von Rea erbte ein Rückkehrer den Podestplatz – der Australier Broc Parkes. Leider waren hier keine deutschen Fahrer am Start. Ich hatte vorher mit Kevin Wahr gesprochen der gern am Nürburgring gefahren wäre, im Vorjahr hatte er hier Punkte geholt. Doch sein neues Team hatte diesen Einsatz wohl nicht geplant.
Heimspiel für Max Neukirchner auf der ungeliebten Honda und der BMW Truppe um Corser und Xaus. Doch gleich nach dem Start erwischte es Troy Corser der zwei vor ihm gestürzten Fahrern nicht ausweichen konnte und ebenfalls zu Boden ging, zum Glück kam die rote Flagge und es hieß Neustart. Doch auch hier spielte der „ Heimvorteil „ keine Rolle. Jonathan Rea und Carlos Checa setzten sich ab. Max Neukirchner klappte in Runde 5 das Vorderrad in der Dunlop Kehre ein und er konnte erst mit Hilfe von einigen Streckenposten sein Bike aus dem Kiesbett holen.


Sein Teamkollege steuerte unterdessen seine TenKate Honda zum Sieg in Lauf 1 und zu seiner Vertragsverlängerung beim Team. Für Max Neukirchner geht es nach dieser Saison in diesem Team nicht weiter. Aber auch der Zweite in diesem Rennen Carlos Checa war bei TenKate gescheitert und erlebt im Privatteam von Althea Ducati seinen zweiten Frühling. Der WM Führende Max Biaggi musste sich mit einem 4. Platz hinter Cal Crutchlow zufrieden geben, der in der nächsten Saison bei Yamaha in der MotoGP den Platz von Ben Spies einnehmen wird. Unser Max war aber nicht der allein in den Kiesbetten an der Eifel. Auch Toseland, Fabrizio, Smrz und Haga stürzten. BMW Pilot Troy Corser stellte sein Bike mit technischen Problemen ab.
Rennen 2 bestimmte der Vizeweltmeister des Vorjahres Noriyuki Haga. In Rennen 1 noch gestürzt, machte er Lauf 2 zu einem Bewerbungskampf für die nächste Saison. Denn er verliert durch den Ausstieg der Werk Ducati aus der SBK WM definitiv seinen Arbeitsplatz. Doch mit diesem Sieg dürften auch andere Teams Interesse an ihm haben. Denn bis zum heutigen Tag ist nur Sterilgarda Yamaha mit Marco Melandri und Eugene Laverty komplett. Vor allem die neue Kawasaki sucht noch Piloten für 2011. Jonathan Rea belegte in Rennen Zwei Platz Zweiund kann mit diesem Wochenende höchst zufrieden sein. Leider musste Carlos Checa auf Platz Zwei liegend in Runde 10 ebenfalls mit dem Kiesbett der Vulkaneifel Bekanntschaft machen. Dadurch konnte sich Leon Haslam auf das Podest fahren und seinen Rückstand zum WM Führenden Max Biaggi um zwei Punkte verringern. Max Biaggi zweimal von der Pole gestartet schob die Plätze 4 und 5 auf die Reifenperformance an seiner Ducati. Aber auch seine Kontrahenten ärgern sich schon öfter mal über die unterschiedlichen Verhaltensweisen der gleichen Reifensorte. Da sollte Pirelli schon noch einmal etwas machen. Viel gemacht hat Kawasaki Pilot Tom Sykes, der schon überraschend die letzte Runde der Superpole erreichte und dann mit den Plätzen 5 und 7 auch die besten Resultate dieser Saison für die Grünen einfahren konnte.Max Neukirchner konnte mit Platz 15 und einem WM Punkt natürlich bei seinem Heimrennen überhaupt nicht zufrieden sein. Noch schlechter ging das Wochenende für Aprilia Pilot Leon Camier aus. Er stürzte am Freitag, zog sich eine Handverletzung zu und konnte zu den Rennen überhaupt nicht starten.
Moto GP Brno
In der Achtelliterklasse ging es schon am Start hoch her. Kurz vor dem Start fing es an zu regnen und schnell wurden in der Aufstellung die Reifen gewechselt. Es gab aber auch einen Pokerspieler. Der Holländer Jasper Iwema startete aus der Boxengasse mit geschnittenen Slicks. Der Start erfolgte, der Regen hörte auf und die Strecke trocknete ab.Doch einer ließ sich vom Wetter nicht beeindrucken.Nicolas Terol musste wegen Verletzung zwei Rennen aussetzen und hatte sich für Brno viel vorgenommen. Er setzte sich schnell ab und vergrößerte seinen Vorsprung, so das er am Ende sicher als Sieger ins Ziel cruisen konnte. Mit diesem Sieg wahrte er sich auch die Chance auf den WM Titel. Hinter dem Führenden fanden sich zwei Verfolgergruppen. In der ersten Espargaro und Vasquez in der zweiten Rabat, Folger und Kornfeil. Der Spanier Rabat konnte sich dann von Folger und Kornfeil absetzen und zu seinen Landsleuten aufschließen. Doch eine Runde vor Rennende riskierte Vasquez zu viel und stürzte. Espagaro wurde Zweiter und Rabat Dritter. Jonas Folger setzte sich gegen Lokalmatador Kornfeil durch. Beide konnten aber ihr bestes Saisonergebnis einfahren. Der WM Führende kam hinter Smith auf Platz 7 ein und konnte gerade noch vor den zu Rennende immer stärker werdenden Holländer Iwema das Ziel überqueren. Zu den Verlierern zählte auf alle Fälle Sandro Cortese. Er blieb mit Platz 16 ohne Punkte. Marcel Schrötter bekam für Platz 13 wenigstens noch 3.
Die Neuerungen an seiner Maschine stimmten Arne Tode vor dem Start hoffnungsvoll. Er konnte nach gutem Zeittraining sein Bike in Startreihe zwei stellen. Er kam auch gut vom Start weg und konnte innerhalb weniger Kurven von Platz 8 auf Platz 4 vorfahren. Doch dann rutschte er auf einer nassen Stelle aus und knallte in die Airfances. Erst deutete alles auf eine schwerere Verletzung hin, doch zum Glück blieb es bei Stauchungen, Prellungen und blauen Flecken. Er hat bewiesen, dass er mit der Spitze mitfahren kann, doch besser wäre es, ein gutes Trainingsergebnis auch einmal über die Ziellinie zu retten.In den ersten Runden konnte keiner vom Riesenfeld wegfahren. Tomizawa, Corsi, Debon und Elias wechselten sich bei der Führungsarbeit ab. Dann kämpfte sich Andrea Iannone von Platz 10 nach vorn und übernahm in Runde 6 die Führung. Doch in Runde 13 überholte ihn der Spanier Toni Elias und konnte sich einen Vorsprung heraus fahren. Mit dem ungefährdetem Sieg konnte er seine WM Führung ausbauen.. Der Japaner Takahashi kämpfte sich auch noch an Iannone vorbei und belegte Platz Zwei. Immer in der Führungsgruppe und dann ein technischer Defekt – Pech für Altmeister Roberto Rolfo. Stefan Bradl musste sehr hart kämpfen um sich von Platz 20 bis auf den 9. Platz vorzufahren. Doch nach den letzten Ergebnissen wieder ein Lichtblick.
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Alle hofften wieder einmal auf ein spannendes Rennen – Fehlanzeige. Jorge Lorenzo startete wieder die One Man Show. Beide Suzuki Fahrer stürzten, Pedrosa und Stoner auf dem Podest, Rossi hinter Spies auf Platz Fünf. 13 Piloten im Ziel – mehr kann man zu diesem Rennen nicht sagen oder schreiben.
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IDM Lauf Schleiz
Das Wetter spielte mit, die Organisation war perfekt, die Rennen versprachen Spannung und somit erwartete die Zuschauer ein Super Rennwochenende. Schleiz ist das Mekka der IDM und so war es kein Wunder das mit 40 500 Zuschauern ein neuer Rekord zu verzeichnen war.
Am späten Samstag Nachmittag startete die Achtelliterklasse mit ihrem erstem Rennen. Gleich zu Beginn konnte sich eine Fünfergruppe mit Finsterbusch, Fritz, Grünwald, Raemy und Meile absetzen.Der Schweizer Meile fiel dann etwas zurück und musste sich mit den Nachwuchspiloten Florian Alt und Philipp Öttl auf die Verfolgung der Spitzengruppe machen. Leider flog dann Florian Alt von der Strecke ab. An der Spitze führte Toni Finsterbusch lange Zeit das Feld an. Doch Luca Grünwald nutzte kurz vor Rennende eine Überholmöglichkeit und gewann das Rennen vor seinem Teamkollegen und Marvin Fritz. Doch die Techniker beanstandeten nach dem Rennen die Achsen an der Maschine von Marvin und Damian Raemy erbte den Podestplatz.
Am Sonntag dann Rennen 2 in dieser Klasse. Leider bildeten sich schnell größere Abstände. KTM Pilot Toni Finsterbusch bestimmte das Tempo und fuhr einen Start – Ziel Sieg heraus. Doch der Zweitplatzierte Luca Grünwald konnte nicht nur den Platz auf dem Treppchen feiern, sondern auch den Titel. Er folgt somit dem Meister von 2009 Marcel Schrötter, der ebenfalls schon in Schleiz seinen Meistertitel feiern konnte. Doch für den Umstieg in die WM muss der 15jährige noch ein Jahr warten. Also wird er versuchen es Schrötter nachzumachen und den Titel 2011 ebenfalls zu verteidigen. Diesmal hatten die Rennkommissare nichts am Bike von Marvin Fritz auszusetzen und er konnte seinen dritten Platz feiern. Spannend ging es nur um Platz 4 und 5 zu. Philipp Öttl konnte ganz knapp seinen Teamkollegen Damian Raemy schlagen.
Im Rennen der Supersportler bestimmte der Australier Damian Cudlin das Rennen. Nach seiner hervorragenden Vorstellung in der Moto 2 am Sachsenring stellte er auch in Schleiz seine Klasse unter Beweis und fuhr einen ungefährdeten Start – Ziel Sieg heraus. Einer seiner Verfolger der Österreicher Günther Knobloch stürzte schon in Runde 1 und blieb ohne Punkte. Sehr überraschend der zweite Platz vom Schweizer Daniel Sutter. Er kam auf seiner Kawasaki mit einem Vorsprung von 8 Sekunden auf WM Pilot Ranseder ins Ziel. Der Österreicher Ranseder ist somit einziger Mitkonkurrent von Cudlin um die Meisterschaft.
Dario Giuseppetti war nach seinen Vorjahresergebnissen sicherlich mit breiter Brust nach Schleiz gefahren. Dies bewies er auch gleich im ersten Zeittraining mit Bestzeit. Im zweiten Zeittraining fuhr er dann nur noch eine Showrunde und begrüsste die Zuschauer. Im ersten Rennen setzte sich eine Vierergruppe mit Giuseppetti, Muggeridge, Nebel und dem BMW Piloten Daemen ab. Doch Werner Daemen konnte nicht mehr in den Endkampf eingreifen. Er musste sein Bike mit technischem Defekt abstellen. Dario konnte im harten Fight Muggeridge überholen und sicherte sich den Sieg. Auch KTM Pilot Stefan Nebel konnte sich noch gegen den Australier durchsetzen und Rang Zwei belegen. Martin Bauer holte mit Platz Vier weitere Punkte um KTM in der Markenmeisterschaft nach vorn zu bringen. In Rennen 2 sorgte Giuseppetti schon etwas zeitiger für klare Fronten. Der einzige Ducati Pilot im IDM Zirkus konnte mit seinem zweiten Saisonsieg auf Platz 5 in der Gesamtwertung vorrücken. Mit 3 Sekunden Rückstand fuhren die beiden KTM Piloten Martin Bauer und Stefan Nebel auf das Podest. Der Gesamt Führende Karl Muggeridge kam hinter dem Belgier Werner Daemen nur auf Platz 5. Ganz schlecht lief es für Yamaha Deutschland. Vorjahresmeister Jörg Teuchert kam in beiden Läufen auf Platz 6 und hat keine Chancen auf eine Titelverteidigung. Auch in der Hersteller Wertung rangiert man hinter KTM – BMW und Honda nur noch auf Rang 4.
Das Rennen der Sidecare verlief schon kurz nach dem Start etwas langweilig. Die Schweizer Schlosser – Hofer konnten sich immer weiter von ihren Verfolgern Hock – Becker absetzen. Geschuldet wohl auch Beifahrer Enrico Becker, der nach seinen schweren Verletzungen erstmals wieder im Boot saß. Und das ausgerechnet auf dieser körperlich sehr anspruchsvollen Strecke. Zimmermann – Ziegler durften sich nach der Zieldurchfahrt über einen dritten Platz freuen. Leider konnten Roscher – Wolfram den Heimvorteil wegen eines technischen Ausfalls nicht nutzen. Vermisst wurde auch Weltmeister Päivärinta. Er konzentriert sich auf die Weltmeisterschaft, vor allem um Beifahrer Urgestein Adolf Hänni den Traum vom Titel zu ermöglichen.
Im Rennen des R6 Dunlop Cup drückten wohl die meisten Zuschauer Rennamazone Lucy Glöckner die Daumen. Die startete auch aus Reihe 1. Doch leider baute sie dann im Rennen einen Ausflug in die Botanik ein und musste dem Feld hinterher fahren. Leider reichte es nicht mehr zu Punkten. Markus Reiterberger machte mit seinem Sieg einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft. Der Sachse Ben Gädke steht nach seinem zweiten Platz von Schleiz nun auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung vor Lucy. Luca Hansen kam in Schleiz auf Rang Drei und hat sogar noch eine kleine Chance auf den Titel.
Im ADAC Junior Cup gab es lange Zeit einen Dreikampf an der Spitze. Lukas Wimmer, Maximilian Eckner und Manou Antweiler konnten dem Rest des Feldes fast 30 Sekunden weg fahren. Doch in der letzten Kurve vor dem Ziel schmiss Eckner sein Bike ins Kiesbett. und verlor dadurch wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Der Österreicher Lukas Wimmer gewann das Rennen und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 24 Punkte aus.Manou Antweiler konnte sich mit seinem zweiten Platz in der Gesamtwertung auf Platz Drei schieben. Klaus Heidel konnte in Schleiz seinen ersten Podestplatz einfahren und ebenso wie Manou Antweiler in jedem Rennen Punkten. Die Zuschauer fieberten aber auch mit der 12jährigen Russin Nastassja Russo mit. Sie konnte sich im Gegensatz zu ihrer Zwillingsschwester Nina für das Rennen qualifizieren und machte auf den vor ihr fahrenden Türken immer mehr Boden gut und konnte ihn schließlich auch überholen. Platz 32 von 40 Startern ist ein ganz besonderer persönlicher Sieg. Dies zeigt wie viel Spannung es in den Rennen der IDM auch im Mittelfeld und am Ende des Feldes gibt. So international wie die IDM in den letzten Jahren geworden ist und wie gefüllt die Starterfelder und das Programm am Wochenende sind, begeistern immer mehr Zuschauer, dies bewiesen über 40 000 am Schleizer Dreieck. Ein besonderer Dank auch den Thüringer Zeitungen, diese erstellen jährlich für dieses Rennen eine Sonderbeilage.
SBK WM Brno
Max im Glück und Max im Pech
Der eine Max – Max Biaggi hat mit Platz 1 und 2 in Brno die Weichen Richtung WM Titel gestellt. Der andere Max – Max Neukirchner hat nach hoffnungsvollen Traininsläufen bei beiden Rennen die 1.Runde nicht überstanden.Was ist nur los in dieser Saison bei Max Neukirchner ? Endlich klappt es im Training einmal und dann der Totalausfall. Besonders schlecht wenn Teamkollege Jonathan Rea das Rennen gewinnt. Hoffentlich kann Max in Donington punkten. Ansonsten besteht die große Befürchtung das der Nürburgring beim Heimrennen weiter an Zuschauerschwund leidet. Schlecht lief es auch für Troy Corser. Er zog sich bei einem Sturz im Freitagtraining Verletzungen zu, die ihm einen Renneinsatz nicht erlaubten.
In Rennen 1 hatte Max Neukirchner den Start total verschlafen rutschte innen liegend weg und riss Vermeulen und Smrz mit. Besonders bitter für Smrz der bei seinem Heimrennen von Ducati auf Aprilia umgestiegen war. Zunächst übernahm Max Biaggi die Führung wurde dann aber schnell von Jonathan Rea überholt. Auch Crutchlow und Xaus versuchten den WM Führenden zu überholen. Crutchlow gelang es und er konnte sich auf die Verfolgung machen. Doch er kam nicht an den Führenden Rea heran. Ab Rennmitte schloss Biaggi wieder zu Crutchlow auf und konnte ihn auch überholen. Doch auch er schaffte es nicht Rea einzuholen, der das Rennen sicher gewinnen konnte. Suzuki Pilot Guintoli erreichte Platz Vier während sein Teamkollege, der WM Zweite Haslam nur auf Platz 8 einkam. Beste Ducati mit Haga nur auf Platz 6.
Auch in Rennen 2 ging es bei einem Überholmanöver von Max Neukirchner und Kawasaki Pilot Sykes hart zur Sache, für beide endete es im Kiesbett. Ruben Xaus hatte den besten Start und übernahm die Führung, doch er wurde bald von Rea geschnappt. Es bildete sich eine Gruppe aus Rea, Xaus, Biaggi und Fabrizio. Der Ducati Pilot hatte im ersten Rennen wegen Problemen mit der Technik aufgeben müssen. Nach einigen Runden konnten sich Rea und Biaggi absetzen. Die Verfolgergruppe mit Fabrizio, Xaus und Haga verlor immer mehr an Boden. Doch wo war der Dritte von Lauf 1 Cal Crutchlow ? Er hatte entnervt wegen Problemen mit seinen Reifen aufgegeben. Dann überholt Biaggi den Briten Rea und übernahm die Führung. Er konnte sich Runde um Runde immer mehr absetzen. BMW Pilot Ruben Xaus wollte aufs Treppchen und überholte Fabrizio. Doch kurze Zeit später übertrieb er es wieder einmal und schmiss sein Bike in den Dreck. An der Spitze wurde es etwas langweilig. Zwischen Biaggi – Rea – Fabrizio und Haga wurden die Abstände immer größer. In dieser Reihenfolge setzte sich auch das Podest zusammen. Der mittlerweile 39jährige Italiener baute seinen Vorsprung im WM Klassement gegenüber Haslam auf 68 Punkte aus. Bei nach 100 zu vergebenen Punkten ist damit die WM schon fast sicher.
In der Klasse Supersport hatte Lascorz den besten Start. Doch gleich in Runde 1 gab es dauernde Führungswechsel zwischen Laverty und Lascorz. Sofuoglus Start war nicht prickelnd und er lag in den ersten Runden nur auf Platz 7. Dann stürzte erst Pirro und der WM Führende Laverty musste seine Maschine wegen technischen Problemen ins Aus schieben. Sofuoglu wurde immer schneller und fuhr die Lücke zu Lascorz 5 Runden vor Schluss zu. Eine Runde später übernahm er dann die Führung. In der letzten Runde ging es hin und her zwischen den beiden. Doch der Spanier konnte Sofuoglu den Sieg nicht mehr nehmen. Damit führt der Türke nun auch die WM wieder an. Der Brite Davies konnte auf seiner Triumph Platz 3 belegen.
MotoGP Catalunya
125cc Erschreckend die Zeitabstände von den vier Spitzenfahrern zum Rest des Feldes. Gleich in Runde Eins kann sich Marc Marquez absetzen. Smith, Terol, Espargaro, Vasquez und Rabat folgen. Doch noch in der ersten Runde schmeißt Rabat sein Bike in den Kies. Marquez kann sich absetzen und nur Smith, Espargaro und Terol können mit Abstand folgen. Cortese kann zu Vasquez aufschließen und einen Abstand zum Rest des Feldes heraus fahren. In der letzten Runde stürzt dann noch der WM Führende Terol. Somit sind die Podestplätze ausgefahren. Marquez gewinnt sicher vor Smith und Espargaro. Sandro Cortese überholt in der letzten Kurve noch Vasquez und wird Vierter. Aber …. der riesige Abstand von über 40 Sekunden. Er fährt das gleiche Material wie der Sieger Marquez. Jonas Folger kann einen 9.Platz einfahren und sieht endlich Licht am Ende des Tunnels. Nur bei Marcel Schrötter geht es nicht so recht voran. Hoffentlich kann er am Sachsenring sein wahres Leistungsvermögen zeigen. Mit seinem vierten Sieg in Folge übernimmt Marc Marquez nun auch die WM Führung.
Moto2 Ein etwas verwirrendes Rennen. Die Boxencrew von Andrea Iannone konnte ihrem Piloten einfach nicht klarmachen, dass er sich einen Platz zurückfallen lassen sollte. Er hatte bei gelber Flagge überholt. Da er nicht verstand, was man von ihm wollte bekam er eine Boxendurchfahrtsstrafe. Somit fiel er von Platz Eins zunächst hinter die Punkteränge zurück. Nur die Harten komm in den Garten. Dies trifft auf alle Fälle auf Tom Lüthi zu. Er flog nach seinem dritten Platz in Assen in die Schweiz, unterzog sich dort einer Operation am Schlüsselbein und stand eine Woche später in Spanien wieder am Start. Nach dem Start übernahm er auch sofort die Führung. Im Mittelfeld sorgte Alex Debon für eine Bowlingeinlage. Er räumte in der Kurve gleich acht Piloten ab. An der Spitze bestimmten Iannone, Lüthi. Simon, Elias und Takahashi das Tempo. Iannone kann sich absetzen, muss aber dann seine Durchfahrtsstrafe antreten und fällt weit zurück. Gegen Ende des Rennens fährt sich Yuki Takahashi einen Vorprung heraus und kann das Rennen gewinnen. Hinter ihm kann sich Tom Lüthi gegen Simon durchsetzen. Harte Kämpfe gibt es auch hinter den beiden. Der Tscheche Karel Abraham kann sich gegen den WM Leader Toni Elias und Simone Corsi durchsetzen. Einen bösen Sturz gab es dann noch auf der Ziellinie als Morales das Hinterrad von Kenny Noyes berührt und in die Werbebande stürzt. Einen hervorragenden 9. Platz belegte Anthony West für MZ. Arne Tode verpasste mit Platz 17 die Punkteränge um eine Sekunde. Stefan Bradl hatte sich im MotoCross Training verletzt und konnte nicht starten. Tom Lüthi liegt nun aussichtreich auf einem sehr guten zweiten Platz im Gesamtklassement.
MotoGP Wieder einmal 17 Fahrer am Start. Denn der 41 jährige japanische Testfahrer Yoshikawa pilotiert die Fiat Yamaha von Valentino Rossi. Den besten Start erwischt wieder einmal Dani Pedrosa. Doch in Kurve eins verpasst er den Bremspunkt und verliert die Linie und viele Plätze. Er muss sich im Mittelfeld wieder einreihen. Vier Piloten können sich etwas absetzen – Lorenzo, Stoner, Dovizioso und de Puniet. Danach ein kleines Wunder – die Suzukis. Pedrosa kann sich wieder auf Platz 5 vorfahren und nimmt die Verfolgung der Gruppe auf. Dann muss de Puniet auf seiner Kunden Honda die Drei ziehen lassen und wird von Pedrosa geschluckt. Casey Stoner macht dann den gleichen Fehler wie Pedrosa und muss sich auf Platz 5 hinter de Puniet wieder einreihen. Somit nur noch Lorenzo und Dovizioso an der Spitze. Zu Rennhälfte stürzt erst Espargaro dann Sinoncelli und dann – große Aufregung – auch Andrea Dovizioso. Er kann zwar wieder auf sein Bike steigen aber die Spannung im Rennen ist dahin. Jorge Lorenzo kann einsam an der Spitze sein Tempo fahren. Dahinter kämpfen Pedrosa und Stoner um Platz Zwei. Pedrosa kann seinen zweiten Platz verteidigen und Randy de Puniet kann nach einem sehr guten Rennen mit Platz Vier wieder viele Punkte einsammeln. Um Platz 5 gibt es dann in der letzten Runde noch einmal einen heissen Fight zwischen Bautista und Spies, den der Spanier auf seiner Rizla Suzuki für sich entscheiden kann. Lorenzo führt jetzt das Gesamtklassement mit 52 Punkten Vorsprung vor Dani Pedrosa an. Doch es folgen noch 10 Rennen. Es gibt Gerüchte, denen zu Folge Valentino Rossi am Sachsenring wieder mitfahren soll.
Moto GP Assen
Klasse 125 cc Volle Hütte in Assen. Vielleicht auch durch das gute Training von Jasper Iwema, der sein Bike auf Startplatz 6 stellen konnte. Ganz hinten auf Startplatz 32 musste Jonas Folger in das Rennen gehen. Seine Maschine war gleich zu Beginn des Quali Trainings stehen geblieben. Doch Folger startete sofort eine riesige Aufholjagd und war nach der 1.Runde schon auf Platz 19. Am Ende des Rennens stand ein 10.Platz. Ein Super Ergebnis bei dieser Ausgangslage. Für Marcel Schrötter und Wildcard Pilot Toni Fisterbusch reichte es leider nicht zu Punkten. Sie belegten die Plätze 18 und 20. Die Spitze bestimmten Marquez und Terol, die sich gleich zu Beginn absetzen konnten. Smith, Espargaro, Vasquez, Rabat und Sandro Cortese nahmen die Verfolgung auf. Doch Vasquez und Rabat stürzten in Runde 5. Doch es hätte noch schlimmer kommen können. Kurz vor Schluss hätte der holländische Wildcard Pilot fast den in der WM führenden Terol vom Bike gefahren. Er hatte wohl die blauen Flaggen ignoriert. Dies kostete Zeit und den Anschluss an Marquez, der das Rennen ruhig als Sieger zu Ende fahren konnte. Nach Terol machte Espargaro den spanischen Triumph komplett. Er fuhr als Dritter über den Zielstrich und verwies Bradley Smith und Sandro Cortese auf die Plätze.
Moto 2 Schon das Training lief für den deutschen Hersteller MZ und die deutschen Piloten Bradl und Tode nicht optimal. Doch das Rennen verlief noch viel schlechter. Bradl hatte Schmerzen im Unterarm und kam über Platz 19 im Rennen nicht hinaus. Arne Tode stürzte und Anthony West musste seine MZ mit technischen Problemen in der Box abstellen. Den besten Start erwischte aber Wilairot. Der erste Thailänder der ein Rennen in der WM anführte. Doch dann machte Iannone kurzen Prozess und übernahm die Führung. Da Wilairot und Elias sich ständig bekämpften und sich vor die karre fuhren, konnte der Italiener wegfahren und Tom Lüthi von hinten auf die beiden Kampfhähne aufschließen. Nun entwickelte sich das gleiche Spiel zwischen Lüthi und Wilairot. Dies nutzte Elias aus und setzte sich ab. Der Kampf zwischen Lüthi und Wilairot dauerte bis zur Zielflagge. Mit dem besseren Ende für den Schweizer.
MotoGP Das Startfeld in der MotoGP wurde zwar durch den Japaner Akiyoshi ergänzt, doch im Training verletzte sich Melandri so schwer, dass er zum Rennen nicht antreten konnte. Also nur 15 Fahrer am Start. Zum Glück gab es keine weiteren Stürze. Jeder bekam Punkte. So kann es nicht weiter gehen. Wahrscheinlich wollte Jorge Lorenzo die Spannung künstlich hochhalten und fuhr nicht gleich allen davon. Zunächst konnte Ben Spies mithalten und auch Pedrosa und Stoner kämpften sich heran. Doch dann machte Lorenzo ernst und ließ seine Gegner stehen. Pedrosa setzte sich von Stoner ab und so wurde es an der Spitze wieder einmal ein langweiliges Rennen.Den packendsten Zweikampf lieferten sich noch de Puniet und Dovizioso um Platz 5. Die Werkshonda siegte schließlich über die Private von de Puniet. Düster sieht es für Rizla Suzuki aus. Capirossi 13. und Bautista 14. - ohne Worte. Ersatzfahrer Akiyoshi hat das Material nicht beschädigt.
SBK WM Misano
Troy Corser hatte seine BMW nach der Superpole mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Startplatz 1 gestellt. Sollte es vielleicht den ersten BMW Sieg geben ? Corser und Biaggi erwischten auf alle Fälle einen guten Start. Der Zweikampf begann gleich in Kurve Eins. Corser, Biaggi und Checa fuhren eine kleine Lücke zu Guintoli und Fabrizio auf. Jonathan Rea hatte aber wohl den besten Start, er katapultierte sich von 16 auf 8. Doch im Laufe des Rennens bekam er enorme Probleme und fiel auf Platz 13 zurück. Damit kam er nur einen Platz vor seinem Teamkollegen Max Neukirchner ins Ziel. Die Ten Kate Honda Truppe hat noch viel Arbeit vor sich. Cal Crutschlow erwischte es noch schlimmer. Auf Platz 7 liegend stürzte der Yamaha Pilot. Technische Probleme hatten Smrz und Xaus. Zu rennmitte gab es ständige Führungswechsel zwiscjen Corser und Biaggi. Doch dann bekam Corser Probleme mit seinen Reifen und musste nach Max Biaggi auch dem Spanier Carlos Checa den Vortritt lassen. Also wieder einmal eine „ private „ Ducati vor den Werksfahrern. Denn Fabrizio kam nur als Vierter über die Ziellinie. Erstaunlich auch, dass Guintoli vor seinem um die WM Spitze kämpfenden Teamkollegen Haslam ins Ziel kam.
Startsieger im 2.Lauf war Max Biaggi. Doch dann verbremste er sich und wurde auf Platz Vier zurück gereicht. Troy Corser übernahm die Spitze und bestimmte zusammen mit Carlos Checa das Tempo. Fabrizio knapp hinter den beiden. Im Laufe des Rennens fuhr dann die Spitze wieder enger zueinander und es bildete sich eine 6er Gruppe mit Corser, Fabrizio, Checa, Biaggi, Haslam und Crutchlow. Dann das Überholmanöver von Fabrizio der an Corser vorbei fährt. Nur wenige Kurven später fährt auch Biaggi an der BMW vorbei. Beide setzen sich etwas ab. Doch auch Fabrizio kann die Pace von Biaggi nicht mehr halten. Der setzt sich weit von den Verfolgern ab. Corser fällt dann Platz um Platz zurück, muss in der letzten Runde sogar ins Kiesbett und mit Platz 10 zufrieden sein. Haslam kann sich Platz Zwei vor Fabrizio sichern und Cal Crutchlow belegt den undanbaren Platz Vier. Max Biaggi baut seine WM Führung aus und kommt nun auf seine Lieblingsstrecke Brno. Max Neukirchner belegt wie in Lauf 1 den 14.Platz.
Endlich einmal ein größeres Starterfeld bei den Supersportlern. Denn 9 Wildcard Piloten hatten sich für Misano eingeschrieben. Darum standen diesmal 24 Piloten am Start. Mit Paola Cazzola auch wieder eine Pilotin. Überraschend stellte Wildcard Pilot Tamburini seine Yamaha nach dem Zeittraining in Startreihe 1. Am Ende des Rennens konnte er stolz auf seinen fünften Platz sein. Den besten Start erwischte der aus Reihe 2 kommende Gino Rea. Doch schon in Runde 2 übernahm Laverty die Führung und baute seine Führung später auch noch aus. Nachdem in Runde 4 Pirro Gino Rea touchiert hatte und beide stürzten hatte sich eine große Lücke zwischen Laverty, Lascorz, Sofuoglu und dem Rest des Feldes aufgetan. Auch Lascorz konnte sich von Sofuoglu absetzen. Somit waren die Podestplätze zu Mitte des Rennens verteilt. In der Gesamtwertung führt der Ire die WM mit 3 Punkten vor Sofuoglu und 13 vor Lascorz an.
IDM Sachsenring
Die Wettervorhersage hat bestimmt dafür gesorgt,dass nicht die erwarteten Zuschauermassen an die Strecke strömten. Für alle drei Tage waren Kälte und Regen vorhergesagt. Dies war auch in weiten Teilen Deutschlands der Fall, doch nicht am Sachsenring. Der Freitag brachte bedeckten Himmel und einige wenige Tropfen. Samstag und Sonntag schien sogar die Sonne. Regenreifen brauchten nicht ausgepackt werden.
Die ersten beiden Rennen fanden schon am späten Samstag Nachmittag statt. In der Achtelliterklasse gab es wieder etwas für die Geschichtsbücher. Denn mit dem 13 jährigen Luca Amato gewann der bisher Jüngste Pilot der IDM Geschichte ein Rennen. Er hatte sich schon die Trainingsbestzeit gesichert, kam aber nicht so gut vom Start weg. Doch er fuhr sehr überlegt nach vorn und konnte sich einen Vorsprung erarbeiten. Ein insgesamt überlegener Sieg vor Luca Grünwald und Toni Finsterbusch.
In Rennen zwei am Sonntag versuchte der Südafrikaner Matthew Roy Scholtz sich gleich zu Beginn des Rennens abzusetzen. Dies gelang, da sich seine Verfolger gegenseitig etwas aufhielten. Der Sieger des Vortages Luca Amato konnte sich im Kampf mit Grünwald und Finsterbusch durchsetzen, kam aber nicht mehr an Scholtz heran. Platz drei ging an den weiterhin in der Meisterschaft führenden Luca Grünwald.
Die wohl am härtesten umkämpfte Klasse in der IDM ist die Klasse Supersport. Das größte Fahrerfeld mit der größten Leistungsdichte. Hier sind viele erst einmal froh wenn man die Quali geschafft hat. Am Sachsenring gab auch Matti Seidel, der ansonsten in der EnduranceWM unterwegs ist ein Gastspiel. Er staunte nicht schlecht als er auf Startplatz 38 landete.Aber 4 Sekunden Rückstand ohne jedes Training machten ihn zuversichtlich und er hat Lust auf mehr.Im Rennen 1 am Samstag gab es auch einen harten Kampf im Mittelfeld zwischen den beiden Rennladys Nina Prinz und Sarah Heide. Nina hat in dieser Saison schon Punkte gesammelt und konnte den Zweikampf noch einmal für sich entscheiden.Für die Mädels blieben die Plätze 17 und 18 von 4 Startern. An der Spitze wechselte die Führung zu Beginn des Rennens mehrmals. Doch dann konnte sich der Australier Damian Cudlin etwas absetzen und das Rennen für sich entscheiden. Kevin Wahr konnte für sein neues Team Holzhauer Racing Platz zwei einfahren und Günther Knobloch aus Österreich konnte einen weiteren Podestplatz einfahren. In Rennen zwei konnte überraschend der Prager Patrik Vostarek die Führung übernehmen stürzte aber in Runde acht. Dann gab es einen Dreikampf zwischen Ranseder, Cudlin und Knobloch um die Führung. Der Österreicher Ranseder konnte schließlich einen hauchdünnen Vorsprung von 0,188 Sekunden vor Cudlin ins Ziel retten. Knobloch konnte wiederum auf das Podest fahren. Sein sechster Podestplatz im sechsten Rennen. Damit ist er die Konstanz in Person und hält den Abstand zum im Gesamtklassement führenden Australier gering.
Beide Rennen in der Klasse Superbike waren an Spannung nicht zu überbieten. Endlich konnte auch Dario Giuseppetti seine Ducati einmal ohne Zwischenfälle über den Kurs steuern. Eine kleine Wiederauferstehung. In Rennen 1 verpasste er den Podiumsplatz um ganze 0,01 Sekunden. Diesen ersten Lauf gewann wieder einmal der aus der Superbike WM gekommene Australier Karl Muggeridge vor BMW Pilot Werner Daemen aus Belgien und Stefan Nebel auf KTM . Im Rennen hatte auch Barry Veneman am Anfang die Pace mitbestimmt, fiel aber bis auf Platz sieben zurück. Auch Titelverteidiger Jörg Teuchert musste die vier Spitzenreiter ab Mitte des Rennens ziehen lassen und sich mit Platz 5 zufrieden geben. Am Nachmittag in Rennen 2 ging es noch ein ganzes Stück heisser her. Es wurde eng, sehr eng – für Teuchert und Muggeridge zu eng. Sie kollidierten und flogen beide ins Kiesbett. Beide blieben zum Glück unverletzt. Es gab zum Ende zwei Zweikämpfe. Den Sieg machten Martin Bauer und Dario Giuseppetti unter sich aus. Das bessere Ende hatte der Österreicher auf „ seiner Heimstrecke „ für sich. Er durfte dann auch sein Feuerwerk nach dem überfahren der Ziellinie selbst abbrennen. Dennoch konnte Ducati Pilot Giuseppetti sich über Platz zwei und das gesamte Wochenende freuen. Beim Kampf um Platz Drei setzte sich Werner Daemen gegen Stefan Nebel durch..
Da der WM Führende Päivärinta beim WM Lauf in Rijeka weilte, war das Rennen der Sidecars sehr einseitig. Schlosser / Hofer fuhren einen sehr klaren Sieg vor Hock / Hildebrandt und Roscher / Wolfram ein. Die Zeitabstände waren sehr groß.
Nach den Trainings standen wieder einmal 3 Sachsen in Startreihe 1 des Yamaha R6 Dunlop Cups. Doch für die schnelle Lucy Glöckner war das Rennen schon nach Runde 1 vorbei. Doch ihr Kollege Ben Gädke nutzte den Heimvorteil und konnte das Rennen gewinnen. Mit Luca Hansen und Markus Reiterberger fuhren die beiden Piloten auf das Podest, die nun auch in der Meisterschaft führen. Patrick Vincon belegte Platz 4 und ist nun auch im R6 Cup angekommen. Er will in die Fußstapfen seines Bruders treten, der den Cup im Vorjahr gewinnen konnte. Der Japaner Takumi Endo belegte den fünften Platz vor dem Trainingsbesten Robert Neubert.
Jetzt wird es eng in der Spitze des ADAC Junior Cup. Dieses Rennen war sozusagen die Generalprobe für das Highlight der Saison – das Rennen im Rahmen der MotoGP im Juli. Am Horizont ist jetzt auch eine Nachfolgerin für Katrin „ Hexe „ Meyer. Sophie Brückner holte seit langer Zeit wieder einmal Punkte für die Rennamazonen. Maximilian Eckner unterstützte Luca Amato als Grid Boy. Der gewann dann das Rennen der Achtelliterklasse. Dieser stand nun als Schirmhalter bei Maximilian – und auch dieser gewann sein Rennen und hat nur noch einen Punkt Rückstand auf den Führenden in der Meisterschaft den Österreicher Lukas Wimmer. Dieser konnte noch einmal seine Führung mit Platz Drei bestätigen. Den zweiten Platz belegte Max Fritzsch. Der Regenspezialist kommt also auch mit trockenen Bedingungen zurecht.
MotoGP Mugello Italien
Der Schock für den MotoGP Zirkus
Viele konnten sich eine Saison ohne Ihn überhaupt nicht vorstellen. Mister MotoGP persönlich fällt nach einem Sturz im freien Training für eine längere Zeit aus. Ein offener Schien- und Wadenbeinbruch wurde noch am gleichen Tag operiert. Jetzt steigt somit die Generalprobe – wie sieht die MotoGP ohne Vale aus ?. Es wird sogar gerätselt, ob Rossi überhaupt zurück kommt. Außerdem muss das ohnehin schmale Fahrerfeld aufgefüllt werden. Doch mit wem ? Gute Piloten stehen nicht an jeder Straßenecke, denn die besten sind unter Vertrag in anderen Rennsportklassen. Es wird kein Titelaspirant aus der Superbike WM aussteigen um als Aushilfe in der MotoGP zu fahren. Zum Anderen hat die Dorna sinnlose Klauseln in ihren Regeln, die so etwas unheimlich erschweren. Wir alle wünschen Valentino eine schnelle Genesung und sind gespannt auf das, was sich die Verantwortlichen jetzt einfallen lassen.
125cc Startplatz 1 für den deutschen Piloten Sandro Cortese nach der Quali weckte Hoffnungen. Diesmal kam er auch gut vom Start weg. Doch in Runde Zwei verlor er den Grip und rutschte ins Kiesbett. Er fuhr noch einige Runden weiter stürzte aber erneut. An der Spitze setzten sich zunächst Terol und Espargaro ab. Ihnen folgten Marquez und Smith. Diese beiden kamen dem Führungsduo dank Marquez immer näher. Vor allem aber auch deshalb, weil weder Terol noch Espargaro Führungsarbeit leisten wollten. Auch als die vier zusammen vorn waren, verspielte man immer mehr des zwischenzeitlich erheblichen Vorsprungs. Denn auf dieser langen Zielgeraden heisst es – wer führt, verliert.
Denn der Windschatten macht auf dieser Strecke sehr viel aus. Doch all dies störte Marc Marquez nicht. Er bog als Erster auf die Zielgerade ein und gewann dennoch. Sein erster Sieg in der Weltmeisterschaft. Viele hofften das Bradley Smith die spanische Phalanx brechen könnte. Doch Terol und Espargaro stiegen auf das Treppchen und dem Engländer Smith blieb nur der undankbare Platz Vier. Doch das nächste Rennen hat er Heimvorteil in Silverstone.Mit Jonas Folger – Platz 11 und Marcel Schrötter – Platz 13 konnten zwei deutsche Piloten in die Punkte fahren.
Moto2 Erstaunlich wie schnell Andrea Iannone dem Feld gleich in der ersten Runde davon fahren konnte.Hat sein Teamkollege Gabor Talmasci die Meute in den ersten Runden ausgebremst ? Der Ungar hatte einen Superstart und fuhr drei Runden auf Platz Zwei. In den nächsten Runden gab es dann aber harte Positionskämpfe zwischen Cluzel, Gadea, Corsi, Lüthi, Tomizawa und Elias. Der Franzose Cluzel übertrieb und flog ab.Die anderen 5 Piloten wechselten ihre Positionen am laufenden Band. Der Italiener Iannone konnte einen sicheren Sieg einfahren. Gadea, Corsi und Lüthi trennten in dieser Reihenfolge am Ende nur eine Zehntelsekunde. Schade für den Schweizer der ein sehr gutes Rennen gefahren hatte.Für Elias und Tomizawa blieben die Plätze 5 und 6. Doch mit dieser Punktausbeute konnten sie die Führung in der Meisterschaft behalten. Für Stefan Bradl, der nach einem nicht so gutem Training in der Startaufstellung weit hinten platziert war, blieb wieder der Kampf durch das Feld, an dessen Ende mit Platz 14 noch zwei Punkte heraus sprangen. Arne Tode war mit Platz 18 im Training einigermaßen zufrieden. Doch er versemmelte den Start total und blieb im hinteren Teil des Feldes hängen. Er kann sich anrechnen lassen, dass er mit Canepa einen ehemaligen MotoGP Piloten geschlagen hat.
MotoGP Ein Rennen in der MotoGP ohne Valentino Rossi Daran mussten die Fans sich erst einmal gewöhnen. Es wurde ein eher langweiliges Rennen.Dani Pedrosa ging in Führung, baute den Vorsprung aus und gewann sicher dieses Rennen. Um Platz Zwei gab es zunächst einen Zweikampf von Lorenzo und Dovizioso. Doch der Spanier konnte sich durchsetzen, ohne jedoch Druck auf Pedrosa ausüben zu können. Das einzige spannende am Rennen war Kampf um Platz Vier zwischen Stoner, Melandri und De Puniet. Stoner konnte sich diesen letztendlich sichern und seinen Punkterückstand zu Teamkollegen Hayden verringern. Denn dieser stürzte und blieb ohne Punkte. Wieder einmal kamen nur 14 Fahrer ins Ziel.
Dritte Station der IDM – Nürburgring
Sonnenschein am Samstag und echtes Eifelwetter mit Regenschauern am Sonntag. Deshalb kam es dann auch zu einigen Rennabbrüchen.
Das erste Rennen der Achtelliterklasse fand bereits am späten Samstagnachmittag statt.Gleich in der ersten Runde stürzte der Führende in der Meisterschaft der Südafrikaner Mathew Roy Scholtz. Toni Finsterbusch ging in Führung und baute sie Runde für Runde weiter aus. Doch in Runde Neun stürzte er schwer und blieb benommen liegen. Darauf wurde das Rennen abgebrochen und neu gestartet. Finsterbusch konnte an diesem Restart nicht mehr teilnehmen. In der ersten Runde des Restart ging ein weiterer Favorit zu Boden – Marvin Fritz. Luca Grünwald brachte einen Vorsprung aus dem ersten Teil des Rennens mit und hielt sich deshalb aus den Zweikämpfen heraus. Klug gedacht und deshalb auch ein verdienter Sieg vor den beiden Schweizern Damien Raemy und Patrick Meile. Zu bemerken sei noch die Aufholjagd von Philipp Öttl. Wegen technischer Probleme vor dem Restart musste er von der letzten Position aus starten. Er rollte das Feld auf und landete auf einem hervorragenden fünften Platz.
Bei noch nasser Strecke erfolgte am Sonntag das zweite Rennen. Der Schwede Kristiansson fuhr mit Regenreifen und kam damit in den ersten Runden gut zurecht. Doch die Strecke trocknete ab und er fiel von Platz zwei auf Platz 14 zurück. Als es wieder anfing zu regnen wurde das Rennen in Runde 13 abgebrochen. Wieder war Luca Grünwald der Sieger. Er hatte sich gleich zu Beginn des Rennens vom Feld abgesetzt. Mit Giulian Pedone und Philipp Öttl stiegen zwei zum ersten mal in dieser Saison auf das Podest. Luca Grünwald hat nun einen gehörigen Punktevorsprung in der Meisterschaft. Aber es folgen noch insgesamt sieben Rennen. Genug für die Verfolger Scholtz, Finsterbusch und Andere um das Ergebnis zu korrigieren. Besonders für Marvin Fritz, der am Anfang das Saisonziel Meisterschaft ausgerufen hatte.
Schon vor dem Training gab es eine faustdicke Überraschung. Kevin Wahr – Sieger von Oschersleben wurde vom Team Holzhauer Racing verpflichtet. In den ersten Rennen war noch Meik Minnerop für dieses Team gefahren, aber den hohen Ansprüchen nicht gerecht geworden. Kevin konnte im Training mit Startplatz drei diese Erwartungen erfüllen. Doch das Rennen wurde wegen mehrerer Stürze in Runde Vier abgebrochen. Zu den Gestürzten gehörte auch Kevin Wahr, der das Rennen aber weiter fuhr. Am Ende reichte es für Platz 16 aber nicht für Punkte. Trotz der Zweiteilung des Rennens reichte es für den WM Piloten Michael Ranseder aus Österreich für einen überlegenen Start – Ziel Sieg. Einen gesicherten zweiten Platz belegte sein Landsmann Günther Knobloch, der damit auch die Meisterschaftsführung sicherte. Dritter wurde WM Rückkehrer Jesco Günther vor dem zweiten in der Meisterschaftswertung dem Australier Damian Cudlin.
Auch bei den Superbikern gab es schon vor dem Rennwochenende einige Aufregung und diese wird auch danach für Gesprächsstoff sorgen. Der Österreicher Roland Resch startete zu Saisonbeginn für das Reitwagen Team in der Superbike Weltmeisterschaft .Nach dem finanziellen Aus für das Team, unterschrieb er einen Vertrag für die IDM. Nach den Trainings auf dem Nürburgring stand er nur auf Platz 25. Er kniff und trat zu den Rennen nicht an. Doch was hat er erwartet ? Er hat noch keine internationalen Erfolge im Motorradstrassenrennsport aufzuweisen In der IDM Superbike starten neben zwei Weltmeistern auch viele weitere international erfahrene Piloten. Hat er etwa gedacht, nur weil er in der Weltmeisterschaft gestartet ist, kann er die Anderen in Grund und Boden fahren ? Durch dieses Verhalten wird er auch viele Fans in Österreich verloren haben. Er ist zweifellos der Verlierer dieses Wochenendes. Es gab aber auch einen grossen Gewinner, Der australische Weltmeister Karl Muggeridge gewann beide Rennen am Nürburgring und baute seine Führung weiter aus. Dagegen lief es bei Yamaha Deutschland im ersten Rennen überhaupt nicht. Jungstar Sascha Hommel stürzte nach gutem Start in Runde Zwei. Jörg Teuchert musste in Runde Acht Bekanntschaft mit dem Kiesbett machen und so ruhten alle Hoffnungen auf dem Niederländer van Keymeulen. Ob man aber mit dessen Platz 10 zufrieden ist, kann bezweifelt werden. Zufrieden aber kann die Mannschaft von BMW sein. Der Belgier Werner Daemen fuhr sein Bike als Zweiter über die Ziellinie und Teamkollege Barry Veneman kam auf Platz 6. Martin Bauer musste sich nach einem nicht so gelungenem Start durch das Feld kämpfen und verpasste mit Platz Vier das Podium. Sein KTM Teamkollege Stefan Nebel schnappte ihn den Podestplatz weg. Das Rennen musste dann wegen des wieder einsetzenten Regens nach 18 der 21 Runden abgebrochen werden.
In Rennen Zwei gab es einen erneuten Start – Ziel Sieg für Karl Muggeridge und mit Platz Zwei für Werner Daemen und Platz Drei für Barry Veneman ein hervorragendes BMW Ergebnis. Martin Bauer landete mit Platz Vier direkt vor Jörg Teuchert, der mit diesem Wochenende sicher nicht zufrieden sein wird. Übrigens lief auch dieses Rennen nicht reibungslos, auch wenn am Ende alle 21 Runden gefahren wurden. Denn erst beim zweiten Start ging alles reibungslos. Beim ersten Start kam es zu einer Kollission von mehreren Fahrern in der ersten Kurve und das Rennen wurde abgebrochen.
In der Meisterschaft wird es hinter Muggeridge eng. Mit Bauer, Veneman, Teuchert, Daemen und Nebel liegen die Kontrahenten nur wenige Punkte auseinander. Der Sachsenring ist die nächste Station, die Lieblingsstrecken von Bauer und Teuchert.
Nach dem schweren Unfall in Oschersleben musste sich Kurt Hock einen neuen Schmiermaxen ins Boot holen. Den fand er mit Michael Hildebrand. Der hatte vorher noch nie bei Kurt im Sidecar gesessen. Dafür machten die beiden aber eine gehörige Pace und führten das Feld bis in Runde Neun an. Dann gab es eine Piruette ( hab ich das jetzt richtig geschrieben ) und man fiel auf Platz zwei zurück. Doch dieser zweite Platz hinter dem Weltmeister Päivärintta sollte Kurt neuen Mut für den Rest der Saison geben. Immerhin hat er mit Schlosser den Meister des Vorjahres geschlagen. Auch dieses Rennen wurde wegen des Eifelregens verkürzt.
Drei Sachsen auf dem Podest des ADAC Junior Cup Rennens. Dies ist zu bemerken, aber noch viel mehr die Disziplin der jungen Rennfahrer. Denn auf regennasser Strecke konnten 42 der 43 gestarteten Piloten das Rennen beenden. Mit Max Fritzsch gewann der wohl beste Regenfahrer. Denn schon in Oschersleben hatte er im Regentraining die Pool heraus gefahren. Hinter ihm belegten Maximilian Eckner und Tom Busch die weiteren Podestplätze. Der Österreicher Lukas Wimmer, der die beiden ersten Rennen gewonnen hatte, scheint die nassen Bedingungen überhaupt nicht zu mögen. Denn Platz 19 im Rennen scheint diese Behauptung zu bestätigen. Doch auch ohne Punkte am Nürburgring behält er die Führung in der Meisterschaft.
Am Nürburgring gab es in der Klasse des Yamaha R6 Dunlop Cup den dritten Sieger im dritten Rennen. Markus Reiterberger konnte einen knappen Vorsprung vor der Dame des Feldes Lucy Glöckner ins Ziel retten. Den dritten Rang belegte Patrick Vincon, der seinen Bruder, den Vorjahressieger dieser Klasse gut vertritt. Lucy Glöckner hat nun zwei Punkte Rückstand zu Markus Reiterberger in der Gesamtwertung. Doch der Sachsenring ist ihre Heimstrecke und viele ihrer Fans werden vor Ort sein.
MotoGP Le Mans
Schönes Wetter in Le Mans, fast 30 Piloten innerhalb einer Sekunde im Training der Moto2 und Sandro Cortese in der ersten Startreihe der Achtelliterklasse. Die Rennen am Sonntag konnten kommen.
Klasse 125cc Von unseren drei deutschen Jungs war wohl nur Sandro Cortese glücklich über seine Ausgangsposition für das Rennen. Doch nach dem Start fand er sich nur noch auf Platz 9 wieder. Viel schlimmer aber, dass sich Terol und Espargaro sofort vom Feld absetzen konnten. Ihre Anfangspace konnte niemand mitgehen. Sandro musste zur vor ihm liegenden Gruppe eine erhebliche Lücke zufahren. Er hatte zwar vom Topspeed aus gesehen die schnellste Maschine im Feld, musste aber seine Reifen arg in Anspruch nehmen. Er konnte diese Lücke zufahren, aber da war die Entscheidung über die Podestplätze bereits gefallen. Denn Espargaro konnte sich von Terol etwas absetzen und gewann sicher vor seinem Landsmann. Marc Marquez verteidigte in der letzten Runde seinen dritten Platz hart gegen Bradley Smith, der verlor auch noch den vierten Platz an Efren Vasquez. Somit gab es wieder einen spanischen Vierfach Erfolg. Sandro wird wohl mit Platz 6 nicht zufrieden sein. Jonas Folger bekam zwar für Platz 13 WM Punkte ist aber auch nicht zufrieden. Bedenkenswert ist der 18.Platz für Marcel Schrötter. Doch das Team muss jetzt langsam einsehen, dass man mit einer Honda hier wohl nichts bestellen kann. Denn Jasper Iwema, den er in jedem Rennen der IDM geschlagen hat, belegte auf der Aprilia Platz 12. Danke an Sepp Schlögl und Jörg Seel, dass überhaupt noch Hondas in der Achtelliterklasse in Rennen mitfahren. Denn von Honda selbst kommt da seit Jahren nichts mehr.
Moto 2 Das Qualifikationstraining versprach ein wirklich heisses Rennen. Leider nicht für unsere deutschen Fahrer. Denn Stefan Bradl hatte sein Bike gleich zu Anfang des Trainings weggeschmissen und fand sich auf Startposition 35 wieder. Arne Tode hatte nicht einmal 1 Sekunde Rückstand zum Trainingsschnellsten, musste aber wegen der Dichte des Feldes mit Platz 26 zufrieden sein. Also hieß es, erst einmal sitzen bleiben, um sich dann durchs Feld zu kämpfen. Dies beherzigten nicht alle und so stürzten Abraham und Aegerter gleich in der ersten Kurve. Grand Prix Neuling Kenny Noyes übernahm kurz die Spitze und positionierte sich dann auf Platz drei rutschte aber dann in das Kiesbett. Alex Debon führte zwar das Feld an, hatte aber am Start gezuckelt, was eine Durchfahrstrafe zur Folge hatte. Somit war der Weg frei für Toni Elias und Julian Simon. Beide konnten sich etwas von den beiden Italienern Corsi und Iannone absetzen. Dies war dann auch schon die Reihenfolge der Zieldurchfahrt. Stefan Bradl fuhr ein sehr beachtliches Rennen. Er musste sich durch das gesamte Feld pflügen und landete mit Platz 9 einen Achtungserfolg. Der WM Führende Tomizawa stürzte ebenso wie de Angelis und Lokalmatador Cluzel.Elias übernimmt nach seinem Sieg die Führung in der WM vor dem gestürztem Tomizawa und Simone Corsi. Stefan Bradl liegt nach den 3 Rennen auf Platz 16. Arne Tode wird auf den Sachsenring hoffen, denn dies ist eine Strecke die vor seiner Haustür liegt. Immerhin kam er in Le Mans schon auf Platz 18 – mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
MotoGP Alvaro Bautista war nach seinem Cross-Unfall auch hier im Training gestürzt und er musste auf das Rennen verzichten. Somit standen wieder einmal nur 16 Piloten am Start.Nach den Stürzen von Stoner, Capirossi und Spies waren für die restlichen 22 Runden nur noch 13 Fahrer zu sehen. Traurig für dieses Rennen aber durch den Sturz von Stoner vielleicht schon für die restliche Saison. Denn die beiden Yamaha Piloten Rossi und Lorenzo haben ihren Punktevorsprung erheblich ausgebaut. Ducati hatte man nachgesagt, nur Stoner könne dieses Bike beherrschen. Hat man es jetzt so umgebaut, dass jetzt zwar Hayden auch vorn mitfahren kann, aber Stoner nicht mehr damit zu recht kommt ? Casey Stoner hat jetzt mit dem zweiten Ausfall im dritten Rennen, so einen Druck, dass man gespannt sein kann, wie er das verkraftet. Jorge Lorenzo hat nach seinem Sieg in Jerez auch hier ein phänomenales Rennen gezeigt. Auch Teamkollege Valentino Rossi konnte ihn nicht gefährden. Bemerkenswert dass auch Dovizioso seinen Teamkollegen Pedrosa beherrscht. Bemerkenswert aber auch, dass die Zeiten von 2008 nicht erreicht werden konnten. Da sich 2011 nichts ändern soll, bleibt zu hoffen, dass nicht alle auf das Jahr 2012 warten. Denn weniger Fahrer verträgt diese Klasse nicht. Schon jetzt ist bei vielen Fans an der Strecke die Moto2 die bessere Serie.